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Ryf gewinnt vierten Ironman-WM-Titel mit Streckenrekord

Daniela Ryf wird trotz Quallen-Bissen zum vierten Mal und in Folge Ironman-Weltmeisterin und setzte mehrere neue Messlatten.
Daniela Ryf pulverisiert bei ihrem vierten Ironman-WM-Titelgewinn ihren eigenen Streckenrekord von 2016 um über 20 Minuten (Bild: KEYSTONE/FRE 132414 AP/MARCO GARCIA)

Daniela Ryf pulverisiert bei ihrem vierten Ironman-WM-Titelgewinn ihren eigenen Streckenrekord von 2016 um über 20 Minuten (Bild: KEYSTONE/FRE 132414 AP/MARCO GARCIA)

(sda)

Die 31-jährige Solothurnerin pulverisierte in 8:26:16 Stunden auf Big Island ihren eigenen Streckenrekord von 2016 um über 20 Minuten (8:46:46).

«Ich wollte ein Rennen zur Erinnerung für die Zuschauer realisieren. Das war mein Ziel. Es war eines meiner verrücktesten Rennen, die ich je erlebt habe. Und zum Glück gab ich im Schwimmen nicht auf. Von einem extremem Tief schaffte ich es noch in ein extremes Hoch.»

Ryf war bereits beim Einschwimmen von Quallen gebissen worden. Ryf. «Dadurch konnte ich natürlich den Armzug nicht gut durchziehen. «Ich dachte bereits an Aufgeben, erinnerte mich mich aber an Jan Frodeno im Vorjahr, der trotz seinen Rückenbeschwerden und ohne Aussicht auf den Sieg bis das Rennen beendete», sagte Ryf, die die erste Disziplin nur mit starken Schmerzen beendete. Ab dem Radfahren fühlte sie sich dann aber besser.

Ryf setzte sich wie im Vorjahr vor der Engländerin Lucy Charles durch. Charles, die mit einem Schwimm-Rekord noch einen Vorsprung von über zehn Minuten die 180 Radkilometer in Angriff genommen hatte, wurde von der im Laufen überragenden Ryf bis ins Ziel noch um über zehn Minuten distanziert.

Ryf hatte wie im Vorjahr gegen Ende der Radstrecke Lucy Charles überholt. Danach bewältigte sie den Marathon in 2:57:05 Stunden. Bei guten Bedingungen mit wenig Gegenwind drückte Ryf vorher in 4:26:07 nicht mehr nicht mehr aktiven Landsfrau und je zweifachen Zeitfahr-Weltmeisterin und Olympia-Medaillengewinnerin Karin Thürig (4:44:19 im Jahre 2011) um über 18 Minuten.

Die zweitklassierte Charles lief nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen in 8:36:32 Stunden ein. Dritte wurde die Deutsche Anne Haug (8:41:58 Stunden).

Eine Messlatte nach der anderen von Ryf

Mit dem vierten Ironman-WM-Titel schloss Ryf nun zur vierfachen englischen Ironman-Weltmeisterin Chrissie Wellington auf, die nicht mehr aktiv ist. Mehr WM-Titel auf Hawaii haben einzig Rekordsiegerin Paula Newby-Fraser (8) und Natascha Badmann (6) gewonnen. Und auser Ryf schaffte erst Newby-Fraser vier Siege in Serie am legendärsten Triathlon der Welt (1991 bis 1994).

Ryf setzte sich wie im Vorjahr vor der Engländerin Lucy Charles durch. Charles, die nach dem Schwimmen noch einen Vorsprung von über zehn Minuten auf Ryf aufgewiesen hatte, wurde von der im Laufen überragenden Ryf bis ins Ziel noch um über zehn Minuten distanziert. Ryf bewältigte den Marathon in 2:57:05 Stunden. Nur 23 Profi-Männer erreichten das Ziel vor Ryf.

Lucy Charles lief als Zweite nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen nach 8:36:32 Stunden ein. Dritte wurde die Deutsche Anne Haug (8:41:58 Stunden).

Bei den Männern siegte der Deutsche Patrick Lange, der seinen zweiten Ironman-Titelgewinn und in Folge holte. Er erzielte in 7:52:39 Stunden ebenfalls Streckenrekord und blieb als erster Mann überhaupt unter acht Stunden auf Hawaii.

Lange gewann vor dem Belgier Bart Aernouts und dem Briten David McNamee. Bester Schweizer wurde Ruedi Wild im 14. Rang. Er lief unmittelbar vor dem überraschenden Philipp Koutny ein, der sich erstmals für das Profifeld auf Hawaii qualifiziert hatte. Der diesjährige Ironman-Switzerland-Gewinner Jan van Berkel musste sich mit dem 24. Rang im Profifeld der Männer zufrieden geben. Ronnie Schildknecht, der neunfache Gewinner des Ironman Switzerland, gab auf der Laufstrecke auf.

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