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Russland gibt erstmals Doping-Manipulation zu

Russland gibt in einem Brief an die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) erstmals systematisches Doping zu.
Der russische Sportminister Pawel Kolobkow, eine frühere Ikone der Degenfechter, gesteht russische Doping-Manipulationen ein (Bild: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)

Der russische Sportminister Pawel Kolobkow, eine frühere Ikone der Degenfechter, gesteht russische Doping-Manipulationen ein (Bild: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)

(sda/apa)

In dem von Sportminister Pawel Kolobkow (48), dem sechsfachen Degen-Weltmeister und Einzel-Olympiasieger von 2000, sowie dem Chef des nationalen Olympischen und Paralympischen Komitees unterzeichneten Schreiben ist von "inakzeptablen Manipulationen im Anti-Doping-System" die Rede.

WADA-Chef Craig Reedie hatte diesen Brief bei der WADA-Versammlung in Montreal in der vergangenen Woche als den "ermutigendsten, den wie je erhielten" erwähnt. Russland will die Aufhebung der Sperre seiner nationalen Anti-Doping-Agentur (RUSADA) durch die WADA erreichen.

"Die schwere Krise, die den russischen Sport betrifft, wurde durch inakzeptable Manipulationen durch das russische Anti-Doping-System verursacht und durch die Untersuchungen unter Führung der WADA aufgedeckt", schrieben die höchsten Sportpolitiker Russlands in dem der Sportzeitung "L'Equipe" vorliegenden Brief.

Mit dem Eingeständnis wurde ein wichtiger, von der WADA-Führung geforderter Punkt für eine Wiederanerkennung der RUSADA erfüllt. Ein weiterer ist die Erlaubnis, dem WADA-Personal Zutritt ins Anti-Doping-Labor in Moskau zu gewähren, in dem u.a. im Zuge der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi in grossem Stil manipuliert worden war. Die WADA-Führung wird die neue Entwicklung am 14. Juni diskutieren.

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