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Roglic gibt Leadertrikot ohne Gegenwehr ab

Primoz Roglic befreit sich in der 6. Etappe des Giro d'Italia von der Last des Leadertrikots. Ohne Gegenwehr lässt der Slowene eine Fluchtgruppe gewähren. Er überlässt die «Maglia rosa» Valerio Conti.
Primoz Roglic befreite sich von der Last des Leadertrikots am Giro d'Italia (Bild: KEYSTONE/AP ANSA/ALESSANDRO DI MEO)

Primoz Roglic befreite sich von der Last des Leadertrikots am Giro d'Italia (Bild: KEYSTONE/AP ANSA/ALESSANDRO DI MEO)

(sda)

Aus dem Kreis der Anwärter auf den Gesamtsieg hat sich Roglic nicht verabschiedet. Im Gegenteil. Aus taktischen Gründen wehrte er sich aber nicht dagegen, dass einer der ursprünglich 13 Ausreisser ihn als Leader der Italien-Rundfahrt ablösen würde. In den kommenden Tagen werden der Slowene und seine Mannschaft Kräfte schonen können.

Die Profiteure der taktischen Spielereien waren auf dem 233 Kilometer langen Teilstück von Cassino nach San Giovanni Rotondo zwei Italiener aus der Fluchtgruppe. 28 Kilometer vor dem Ziel entflohen Conti und Fausto Masnada an der ersten gröberen Steigung am diesjährigen Giro der Gruppe der Ausreisser.

Sie liessen sich nicht mehr einholen und schlossen auf den letzten Kilometern einen Pakt. Conti überliess den Tagessieg seinem letzten Fluchtgefährten, er selbst freute sich mindestens ebenso stark über den 2. Rang und die «Maglia rosa». Masnada wie Conti feierten den grössten Erfolg ihrer Karriere. Das Podest der 6. Etappe komplettierte der Spanier Jose Joaquin Rojas.

Das Feld mit Roglic und allen anderen Anwärtern auf den Gesamtsieg passierte die Ziellinie mit einem Rückstand von 7:19 Minuten auf Masnada, was zu einem totalen Umsturz in der Gesamtwertung führte. Conti führt neu 1:41 Minuten vor seinem Landsmann Giovanni Carboni und 2:09 Minuten vor dem Franzosen Nans Peters. Die Top 10 des Zwischenklassements belegen neu alles Profis, die der Ausreissergruppe angehört hatten.

Roglic liegt 5:24 Minuten hinter Conti nur noch auf dem 11. Zwischenrang. Das dürfte den Slowenen und auch alle anderen Favoriten nicht schmerzen. Sie werden im Einzelzeitfahren am Sonntag das Zepter wieder übernehmen. Und spätestens in den ersten Bergetappen nächste Woche wird Conti Mühe haben, das Trikot zu halten.

Einen Schreckmoment hatte Roglic aber dennoch zu überstehen. 34 Kilometer nach dem Start stürzte er zusammen mit knapp 40 anderen Profis. Alle konnten das Rennen jedoch mehr oder weniger unbeschadet fortsetzen, Roglic mit einer sichtlich zerfetzten Radhose.

Am Freitag steht von Vasto nach L'Aquila ein 185 Kilometer langes Teilstück im Programm mit einem ähnlichen Profil wie am Donnerstag. Erneut steht in der Schlussphase eine Steigung an, die nicht allzu schwierig, dafür das ideale Terrain für Ausreisser ist.

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