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Roger Federer für einmal nur Herausforderer

Das US Open in New York erwartet zum 50-Jahr-Jubiläum ein Turnier der Superlative. Roger Federer gehört für einmal nur die Rolle des Herausforderers, Stan Wawrinka ist für eine Überraschung gut.
Roger Federer feierte vor zehn Jahren seinen letzten von fünf Turniersiegen am US Open in New York (Bild: KEYSTONE/EPA/JASON SZENES)

Roger Federer feierte vor zehn Jahren seinen letzten von fünf Turniersiegen am US Open in New York (Bild: KEYSTONE/EPA/JASON SZENES)

(sda)

Nirgends wartet Roger Federer länger auf einen Grand-Slam-Titel als in Flushing Meadows im Stadtteil Queens. 2008 hatte er im Big Apple seinen letzten von fünf Titeln gefeiert, seither verliess er New York immer als Geschlagener. Nun ist es an der Zeit, noch einmal anzugreifen. «Ich hoffe, ich kann einen Exploit schaffen», sagte der 37-Jährige.

Zuletzt hatten gesundheitliche Probleme Federers Chancen am US Open beeinträchtigt. 2016 fehlte er verletzt, 2017 plagten ihn Rückenprobleme. Nun ist er körperlich fit und nach nur 20 Partien in den letzten fünf Monaten auch mental frisch nach New York zurückgekehrt, wo er sich bereits vor seinem Abstecher nach Cincinnati zwei Wochen akklimatisiert hatte.

Die Rolle des Favoriten lehnte Federer bereits vor dem Einstieg in die nordamerikanische Hartplatzserie ab, erste Anwärter auf den Titel seien andere. Seine durchzogenen Leistungen in Cincinnati bestätigten diese Einschätzung, erstmals seit seinem phänomenalen Triumph am Australian Open 2017 gehört der 20-fache Grand-Slam-Champion im Vorfeld eines Major-Turniers, zu dem er antritt, nicht zu den Topfavoriten.

Diese Rolle teilen sich Rafael Nadal und Novak Djokovic. Der spanische Titelverteidiger ist der bislang herausragende Spieler der Saison. Ganze drei Niederlagen kassierte der 32-Jährige aus Mallorca in diesem Jahr, zuletzt gewann er das Turnier in Toronto, ehe er schonungshalber auf einen Start in Cincinnati verzichtete. Mit ähnlich grossem Selbstvertrauen reiste Djokovic nach New York. Seit er wieder mit seinem langjährigen Trainer Marian Vajda zusammenarbeitet, ist der Erfolg zurückgekehrt. In Wimbledon feierte Djokovic seinen 13. Major-Titel, in Cincinnati komplettierte er seine Masters-1000-Titelsammlung.

Nichts zu verlieren hat Stan Wawrinka. Für den Romand, der im letzten Jahr gefehlt und damit seinen 2016 gewonnenen Titel nicht verteidigen konnte, ist es bereits ein Erfolg, dass er ein Jahr nach seinen Knieoperationen wieder ein Niveau erreicht hat, um mit den Besten mitzuspielen. Gelingt ihm zum Auftakt gegen Grigor Dimitrov ein Coup, ist für den Lausanner das Erreichen der zweiten Woche realistisch.

Sein erstes Grand-Slam-Turnier seit seinem Comeback bestreitet Andy Murray, der US-Open-Sieger von 2012. Dank der Teilnahme des Schotten sind erstmals seit Wimbledon 2017 die «Big Five» wieder komplett am Start. 52 der letzten 54 Grand-Slam-Turniersiege teilen Federer, Nadal, Djokovic, Wawrinka und Murray unter sich auf, nur Del Potro (US Open 2009) und Cilic (US Open 2014) durchbrachen diese Phalanx.

Fünf Schweizerinnen im Haupttableau

Im Turnier der Frauen figurieren dank den in der Qualifikation erfolgreichen Patty Schnyder und Jil Teichmann erstmals seit 2002 wieder fünf Schweizerinnen im Haupttableau eines Grand-Slam-Turniers. Schnyder ist nach sieben Jahren wieder dabei und trifft gleich auf Maria Scharapowa, Teichmann qualifizierte sich zum ersten Mal überhaupt - ebenso wie Kathinka von Deichmann. Die 24-Jährige aus Vaduz ist die erste Liechtensteinerin im Haupttableau eines der vier Major-Turniere.

Die besten Chancen aus Schweizer Sicht hat Belinda Bencic. Die 21-Jährige aus Wollerau vermochte zwar auf der nordamerikanischen Hartplatz-Tournee bislang nicht zu überzeugen, bewies in der Vergangenheit aber, dass ihr das US Open liegt. Bei ihrem Debüt 2014 erreichte sie sogleich die Viertelfinals, ihr bestes Grand-Slam-Ergebnis. 2015 und 2016 schaffte sie immerhin den Einzug in die 3. Runde, vor einem Jahr fehlte sie verletzungsbedingt.

Für Stefanie Vögele und Timea Bacsinszky wäre jeder Sieg bereits ein Erfolg. Die Aargauerin Vögele hat in den letzten drei Jahren nur eine Partie in einem Hauptfeld eines Major-Events gewonnen. Die im letzten Jahr von Verletzungen geplagte Waadtländerin Bacsinszky hat in diesem Jahr alle sechs gespielten Partien auf der WTA Tour verloren.

Im Kampf um den Titel ist das Rennen bei den Frauen offen - wie so oft vor Grand-Slam-Turnieren in den letzten Jahren. Die letzten sieben Titel teilten sieben verschiedene Spielerinnen unter sich auf. Als Titelverteidigerin tritt die Amerikanerin Sloane Stephens an, die Majors in diesem Jahr gewannen Caroline Wozniacki, Simona Halep und Angelique Kerber.

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