Real Madrid und Barcelona bestreiten den Spitzenkampf

Der Clásico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona am Sonntagabend kann mehr als das gewohnte Gipfelduell sein. Es könnte für die Entscheidung in der spanischen Meisterschaft die Weichen stellen.

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(sda/apa/reu)

Die schwächelnden «Königlichen» gehen nach den jüngsten Ergebnissen als Aussenseiter in den Schlager im Estadio Bernabeu. Zuletzt verlor die Mannschaft von Trainer Zinédine Zidane die Leaderposition an Barcelona, das jetzt zwei Punkte Vorsprung aufweist.

Der Druck ist für Real höher. Der Rekordmeister muss sein Tief rasch überwinden, um nicht alle Saisonziele frühzeitig aus den Augen zu verlieren. Von den letzten fünf Wettbewerbsspielen gewannen die Madrilenen nur eines. Dreimal verloren sie, so auch letzten Mittwoch in der Champions League daheim gegen Manchester City (1:2).

«Die Differenz zwischen Barcelona und uns ist minimal, das Spiel könnte schon entscheidend sein», sagte Reals streitbarer Captain Sergio Ramos. 13 Runden sind in «La Liga» noch zu spielen. Im ersten, auf der 18. Dezember verschobene Duell der Saison endete torlos.

Ausgeglichen ist auch die Gesamtbilanz vor dem 180. Duell in der Meisterschaft. Beide siegten 72 Mal, 35 Clásico gingen unentschieden aus. In die jüngere Vergangenheit blicken die Katalanen jedoch deutlich lieber zurück. Lionel Messi und Co. blieben zuletzt siebenmal unbesiegt (4 Siege, 3 Remis). Vier Siege am Stück errang Barça in den letzten Meisterschaftsspielen, weshalb die Formkurve klar für den Leader spricht.

Barcelona versprühte in der Champions League unter der Woche auch keinen Glanz, erkämpfte sich mit einem 1:1 in Neapel immerhin eine deutlich bessere Ausgangsposition als Real. Der Clásico sei diesmal wie ein Rennen zwischen zwei humpelnden Leuten. Die Wahrheit sei, dass sich die beiden Mannschaft momentan sehr schlecht präsentierten, sagte der frühere Real-Stürmer Jorge Valdano.

Das hat auch mit Verletzungen zu tun. Real fehlen Marco Asensio, Eden Hazard und Rodrygo, Barça muss auf noch mehr valable Kräfte verzichten: Jordi Alba, Sergi Roberto, Ousmane Dembélé und Luis Suarez. Zudem bangt man um den Einsatz des angeschlagenen Abwehrchefs Gerard Piqué. Fit ist dagegen Lionel Messi, der zuletzt gegen Eibar viermal traf.

«Messi ist einer der besten Spieler aller Zeiten, ich hoffe aber, dass er am Sonntag keinen guten Tag haben wird. Das würde bedeuten, dass wir einen guten Job gemacht haben», sagte Sergio Ramos.