Skispringen Engelberg: Peier hält derzeit die Schweizer Fahne hoch

Das Schweizer Bestresultat beim Weltcupspringen in Engelberg liefert wie erwartet Killian Peier. Der Waadtländer belegt beim Premiere-Sieg des Deutschen Karl Geiger den 21. Rang.

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Der Sieger Karl Geiger im Rampenlicht der Titlis-Schanze. (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
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Killian Peier gibt, begleitet von seinen Kollegen Ammann, Schuler und Deschwanden, Auskunft. (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Jetzt gibt es kein Zurück: Killian Peier stösst in Engelberg vom Balken ab. (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Daumen hoch: Killian Peier holt derzeit für das Schweizer Team die Weltcuppunkte. (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Simon Ammann wirft einen kritischen Blick nach oben. (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der Sieger Karl Geiger im Rampenlicht der Titlis-Schanze. (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

(sda)

Peier hielt nach seinem zweiten Sprung auf 131,5 m beide Daumen hoch. «Da war mehr Energie drin als zuvor», sagte er. Die Zuversicht war wohl etwas zu gross, denn die Konkurrenz lieferte auch. So gelang vom 19. Zwischenrang keine Steigerung mehr. Es resultierte Platz 21. Der Romand erhält am Sonntag eine zweite Chance, um sein erstes Top-Ten-Resultat im Weltcup einzufliegen. In dieser Saison war er mit den Rängen 17, 16 und 12 jedenfalls schon nahe dran.

Für Simon Ammann setzte es eine weitere Enttäuschung ab. Der Toggenburger musste sich mit 118,5 m und Platz 45 begnügen. «Bei Rückenwind muss man den Absprung besonders sauber treffen. Das gelang mir nicht», sagte der 37-Jährige. Und was ihn auch ärgert: «Ich habe den Automatismus auf dieser Schanze noch nicht gefunden.»

Es ist offensichtlich, dass beim vierfachen Olympiasieger das Zusammenspiel zwischen Ski und Körper derzeit nicht funktioniert. Der Toggenburger hat die Abstimmung noch nicht gefunden. Ein Grund dafür liegt im Schuhmodell. Der neu entwickelte, mit Karbon verstärkte Stiefel erwies sich zu Beginn des Winters nicht als wettkampftauglich. Das ganze System verhält sich im Übergang in die Flugphase zu steif, Ammann kriegt zu wenig Rückmeldungen, um die Ski genau zu führen. Aus diesem Grund wird der Karbonschuh aktuell erneut überarbeitet. Der Toggenburger setzt seit Engelberg vorerst wieder auf das herkömmliche Modell aus Leder.

Auch Andreas Schuler (43.) und Gregor Deschwanden (47.) mussten im Finaldurchgang zuschauen.

Der Deutsche Karl Geiger, aufgewachsen neben den Schanzen von Oberstdorf, feierte seinen ersten Weltcupsieg. Im Finale zeigte der 25-Jährige die Tagesbestweite von 141 m. «Das ist unbeschreiblich, ich bin einfach nur mega happy, dass mir der Wettkampf so gelungen ist», sagte Geiger. Fast drei Jahre hatte er es im Einzel nicht mehr aufs Podest geschafft - überhaupt war der Sieg am Samstag erst seine zweite Platzierung unter den besten drei im Weltcup.

Auch der derzeitige Dominator Ryoyu Kobayashi aus Japan und der Pole Kamil Stoch konnten Geiger in Engelberg nicht Paroli bieten. Kobayashi wurde Siebenter, der Tournee-Titelverteidiger Stoch belegte den 9. Rang.

Neben Geiger stiegen der Pole Piotr Zyla und der Österreicher Daniel Huber aufs Podest. Jewgeni Klimow, er hatte zu Saisonbeginn in Wisla als erster Russe im Skispringen einen Weltcupsieg gefeiert, konnte die Halbzeitführung nicht halten. Er wurde auf Platz 5 durchgereicht.

Piotr Zyla im Sprung beim Qualifikationsspringen am Weltcup in Engelberg. (Bilder: Philipp Schmidli (Engelberg, 14. Dezember 2018))
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Am Nachmittag im freien Training: Richard Freitag (Deutschland) bei den Vorbereitungen zum Sprung.
Letzte Handgriffe bei Richard Freitag.
Auch Killian Peier macht sich bereit für seinen Sprung.
Simon Ammann vor dem ersten Testsprung.
Ammann beim Aufwärmen...
... und dann beim freien Training auf der Schanze.
Ryoyu Kobayashi wartet auf seinen Sprung...
... und es geht los für den Japaner!
Die Polen Kamil Stoch (links) und Piotr Zyla (rechts) im freien Training.
Kamil Stoch.
Das Schanzenteam bläst den Neuschnee aus der Anlaufspur.
Andreas Wellinger (Deutschland) bei letzten Vorbereitungen vor dem freien Training.
Am Abend gilt es ernst: Die Jury verfolgt das Qualifikationsspringen.
Noriaki Kasai im Qualifikationsspringen.
Der Japaner Noriaki Kasai springt seit Jahrzehnten im Weltcup.
Killian Peier im Flug.
Der Horwer Gregor Deschwanden.
Richard Freitag.
Simon Ammann.
Karl Geiger.
Stefan Kraft.
Stephan Leyhe.
Andreas Schuler.
Robert Johansson.
Killian Peier.

Piotr Zyla im Sprung beim Qualifikationsspringen am Weltcup in Engelberg. (Bilder: Philipp Schmidli (Engelberg, 14. Dezember 2018))