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Mit 31 Jahren beendet Bracher seine Karriere

Der Aderlass im Schweizer Bobsport geht weiter: Nach Beat Hefti und Rico Peter hört auch Clemens Bracher auf. Das finanzielle Risiko ist zu gross.
Mit 31 Jahren ist bereits Schluss: Bobpilot Clemens Bracher sieht sich zum Rücktritt gezwungen (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Mit 31 Jahren ist bereits Schluss: Bobpilot Clemens Bracher sieht sich zum Rücktritt gezwungen (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

(sda)

Clemens Bracher ist kein Mann für halbe Sachen - und dennoch fällt dem Emmentaler der Rücktritt nach acht Jahren im Bobsport extrem schwer. Zumal die Karriere erst im letzten Jahr so richtig ins Laufen kam. «Die Motivation wäre zu 100 Prozent da gewesen, um den letzten Schritt in Richtung olympisches Edelmetall zu machen», versichert er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Es ist ein Entscheid der Vernunft.»

Am Ende schaffte es Bracher schlicht nicht, das angestrebte Budget von 264'000 Franken jährlich zusammenzubringen. Das wäre aber «zwingend notwendig gewesen, um Vollgas zu geben». Nachdem er im letzten Winter als Aufsteiger des Jahres gleich sein erstes Weltcuprennen mit dem Zweierbob (in Winterberg) gewonnen und an der EM in Innsbruck Silber geholt hatte, musste er an den Olympischen Spielen in Pyeongchang auch seine Grenzen erkennen. Es resultierten die Ränge 14 (Vierer) und 16 (Zweier), auch weil man beim Material nicht voll konkurrenzfähig war. «Nur um ab und zu in die ersten zehn zu fahren, muss ich nicht auf alles verzichten und am Existenzminimum leben», erklärt Bracher. Letztlich fehlten 50'000 Franken im Jahr, die sich nicht auftreiben liessen, obwohl er die selber gesetzte Frist von Ende Juni nochmals um einen Monat verlängerte. Ab Mitte Juni habe ich realisiert, dass es «pickelhart» würde, obwohl er sehr gut vernetzt sei.

Dem Verband Swiss Sliding, dem nun die Weltcup-Piloten komplett ausgegangen sind, mag er keine Vorwürfe machen. «Es ist natürlich schwierig zu sagen, aber ich glaube, sie haben das Optimum gemacht, um mir zu helfen.» Man könne die Möglichkeiten nicht mit denen der grossen Nationen vergleichen.

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