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Mirco Müller debütiert am Samstag im Nationalteam

85 NHL-Spiele hat Mirco Müller bereits bestritten. Am Samstag gibt der Verteidiger der New Jersey Devils an der WM in Dänemark im Auftaktspiel gegen Österreich sein Debüt im Nationalteam.
Mirco Müller (links) will an der WM auch im Nationaldress überzeugen (Bild: KEYSTONE/AP/JULIO CORTEZ)

Mirco Müller (links) will an der WM auch im Nationaldress überzeugen (Bild: KEYSTONE/AP/JULIO CORTEZ)

(sda)

85 NHL-Spiele hat Mirco Müller bereits bestritten. Am Samstag gibt der Verteidiger der New Jersey Devils an der WM in Dänemark im Auftaktspiel gegen Österreich sein Debüt im Nationalteam.

Müller ist zwar erst 23 Jahre alt, er hat aber im Sport schon einiges erlebt und ist sich bewusst, wie privilegiert er ist. Zunächst ging seine Karriere steil nach oben. Im Januar 2012 debütierte der Verteidiger im Alter von 16 Jahren bei Kloten in der höchsten Spielklasse. Das ist umso erstaunlicher, zumal er erst mit neun Jahren mit Eishockey begonnen hat. Nach der Saison wechselte Müller nach Nordamerika zum amerikanischen Juniorenteam Everett Silvertips.

"Wenn du eine solche Chance erhältst, musst du sie nutzen", begründete Müller diesen Schritt. Ausserdem reizte ihn das Abenteuer, hatte er Lust, etwas Neues zu erleben. Heimweh kennt er ohnehin nicht. "Ich bin nicht der Typ dafür", sagt Müller. "Ich fand es immer lässig, irgendwo anders zu sein, mit Kollegen etwas zu erleben. Du hast noch genug Zeit, nach Hause zu gehen, wenn es mit dem Eishockey einmal vorbei ist. Die Karriere ist kurz. Man soll sie geniessen."

Ende Juni 2013 zogen ihn die San Jose Sharks im Draft als Nummer 18, am 8. Oktober 2014 durfte er zum ersten Mal in der besten Liga der Welt spielen. "Das erste NHL-Spiel ist wie ein Ankommen in einer anderen Welt", so Müller. Er erinnert sich noch genau an die Partie in Los Angeles. "Das Stadion war voll. Ich schluckte zwei-, dreimal leer, schaute herum und konnte es selber nicht glauben, war beinahe wie in Trance."

In der Saison 2014/15 kam er immerhin weitere 38 Mal in der NHL zum Einsatz. Danach verpasste er es aber, sich den erhofften Stammplatz zu holen. Er verbrachte die nächsten beiden Spielzeiten mit wenigen Ausnahmen bei den San Jose Barracuda in der AHL; für die Sharks durfte er bloss noch 15 Mal auflaufen. Insofern war der Wechsel im vergangenen Jahr zu den New Jersey Devils ein Segen für Müller. Vom Transfer erhoffte er sich viel.

"Verletzungen gehören dazu"

Tatsächlich setzte Headcoach John Hynes zu Beginn der Saison mehrheitlich auf Müller, ehe sich der Winterthurer Mitte November das Schlüsselbein brach. Am 30. Januar erfolgte das Comeback in der NHL. Doch nach sieben Partien war erneut Geduld gefragt. Während über einem Monat wurde Müller nicht mehr eingesetzt. Gerade die schwierige Zeit bei den Sharks liess den Schweizer jedoch reifen. Sie stärkte seinen Charakter. Entsprechend pragmatisch nahm Müller das Ganze. Zur Verletzung sagte er: "Es war nichts, was ich beeinflussen konnte. Darum sah ich es von dieser Seite. Verletzungen gehören zu einer Kontaktsportart wie Eishockey."

Als Müller Ende März wieder gebraucht wurde, war er bereit. Ohnehin ist er mit seinen Leistungen in dieser Saison "im Grossen und Ganzen zufrieden". Gerade in den letzten Partien der Qualifikation, als viel auf dem Spiel stand, wusste er zu überzeugen. "Das zeigte mir, dass sich die ganze Arbeit während der Verletzung gelohnt hat", sagte Müller. Dennoch war er in den Playoffs, in denen New Jersey mit 1:4 Siegen an den Tampa Bay Lightning scheiterte, zweimal überzählig.

Was macht es als Verteidiger besonders schwierig, sich in der NHL durchzusetzen? "Die Erfahrung zählt noch mehr als bei einem Stürmer. Man hat viel mehr Verantwortung. Du kannst mit jedem Spielzug eine Partie für deine Mannschaft verlieren. Mit der Erfahrung kriegst du die Sicherheit, Situationen richtig einzuschätzen."

Für Müller folgt mit der Weltmeisterschaft ein weiteres Highlight. Viele Skorerpunkte sind von ihm in Dänemark zwar nicht zu erwarten. Er ist aber ein Verteidiger mit einer guten Spielintelligenz und einer tiefen Fehlerquote. Insofern dürfte er in den Überlegungen von Nationaltrainer Patrick Fischer ein wichtiger Puzzle-Stein sein. Ausserdem hat die Verletzung den Vorteil, dass Müller "nun umso fitter ist".

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