Meillard wird auch im Slalom Zweiter

Loïc Meillard erreicht in Saalbach auch im Slalom erstmals das Podium. 24 Stunden nach seinem 2. Platz im Riesenslalom wird Meillard erneut Zweiter, geschlagen nur von Seriensieger Marcel Hirscher.

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Marcel Hirscher hat gut lachen: Er realisierte in Saalbach seinen 63. Weltcup-Sieg (Bild: KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA)
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Loïc Meillard stieg zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden auf das Podest (Bild: KEYSTONE/APA/APA/GEORG HOCHMUTH)
Mit Daniel Yule fuhr in Saalbach neben Loïc Meillard ein zweiter Schweizer in die Top 5 (Bild: KEYSTONE/APA/APA/GEORG HOCHMUTH)
Im Ziel etwas ratlos: Ramon Zenhäusern fiel im zweiten Lauf auf Platz 10 zurück (Bild: KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA)
Loïc Meillard (links) wurde beim Slalom von Saalbach nur von Serien-Sieger Marcel Hirscher (rechts) geschlagen (Bild: KEYSTONE/AP/MARCO TACCA)
Loic Meillard schon wieder auf dem Podest (Bild: KEYSTONE/AP/MARCO TACCA)

Marcel Hirscher hat gut lachen: Er realisierte in Saalbach seinen 63. Weltcup-Sieg (Bild: KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA)

(sda)

Meillard arbeitete sich im zweiten Lauf vom 12. Platz um gleich zehn Positionen nach vorne. Eigentlich schien ein solcher Vorstoss angesichts seines Rückstandes fast unmöglich. Hirscher beispielsweise rettete von seinen 2,13 Sekunden Vorsprung auf stark nachlassender Piste noch 38 Hundertstel ins Ziel. Der Österreicher, der tags zuvor im Riesenslalom als Sechster eine für ihn ungewohnte Niederlage kassiert hatte, errang so seinen 63. Weltcupsieg, den 29. in einem Slalom.

Aus Schweizer Sicht war indes Loïc Meillard das grosse Thema. Der gebürtige Neuenburger sah in der Leaderbox, wie Gegner um Gegner scheiterte, seine Marke zu knacken. Der Norweger Henrik Kristoffersen lag bei der letzten Zwischenzeit noch 84 Hundertstel vor Meillard, doch im Ziel waren es 0,09 Sekunden Rückstand. Immerhin reichte es dem Skandinavier auch noch aufs Podest.

Meillard hatte sich im ersten Durchgang mit Nummer 19 auf Platz 12 gesetzt. Schon da war offensichtlich, wie schwer sich die Fahrer mit höheren Nummern auf der weichen Piste schwer taten. Danach gelang dem Walliser aber ein ganz starker zweiter Lauf «ohne Fehler», wie Meillard selber präzisierte. Damit übertraf er seine eigenen Erwartungen um Längen. «Mit einem Ergebnis in den Top 10 wäre ich schon zufrieden gewesen, aber das jetzt ist unglaublich.» Meillards bisher beste Klassierung im Slalom war der 6. Rang, den er im November des letzten Jahres in Levi erreicht hatte.

Neben Meillard schafften es auch Daniel Yule als Fünfter und Ramon Zenhäusern als Zehnter in die Top 10. Yule, Achter bei Halbzeit, verbesserte sich um drei Positionen. 31 Hundertstel fehlten ihm zu einem Podestplatz. Zenhäusern, als Fünfter der bestklassierte Schweizer nach dem ersten Lauf, verlor fünf Ränge. Der Olympia-Zweite aus dem Wallis startete mit einer schützenden Schiene, nachdem er sich am letzten Sonntag am linken Daumen verletzt hatte.

Punkte gab es zudem für Luca Aerni (17.) und Sandro Simonet (26.). Tanguy Nef schied im zweiten Lauf aus.