Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Medwedew nach Buhrufen: «Ich habe dank euch gewonnen»

Daniil Medwedew, der Sieger von Cincinnati und Geheimfavorit in New York, muss einiges einstecken und leisten, bevor er in die Achtelfinals einzieht.
Daniil Medwedew provozierte das Publikum in New York (Bild: KEYSTONE/EPA/JASON SZENES)

Daniil Medwedew provozierte das Publikum in New York (Bild: KEYSTONE/EPA/JASON SZENES)

(sda)

Medwedew, der Sieger von Cincinnati und Geheimfavorit in New York, erreichte zum zweiten Mal nach dem Australian Open die Achtelfinals eines Grand-Slam-Turniers. In der 3. Runde des US Open setzte sich der als Nummer 5 gesetzte Russe in gut drei Stunden 7:6, 4:6, 7:6, 6:4 gegen den spanischen Veteranen Feliciano Lopez (ATP 61) durch.

Dass die Zuschauer lieber den Spanier als den Russen als Sieger gesehen hätten, machten sie mit Buhrufen deutlich. Medwedew reagierte auf die lauten Unmuts-Bekundungen nach dem Match im Platzinterview mit einem breiten Lachen und provokativen Worten: «Danke euch allen. Eure Energie hat mir heute den Sieg eingebracht. (...) Ich will, dass ihr alle wisst, wenn ihr heute ins Bett geht: 'Ich habe dank euch gewonnen!'»

Die Fans im Louis Armstrong Stadium unterstützten Lopez, auch weil sich Medwedew mehrmals unangebracht benahm. Er riss einem Ballboy unsanft das Handtuch weg, legte sich dann mit dem Stuhlschiedsrichter an und beleidigte das pfeifende Publikum mit ausgestrecktem Mittelfinger an seiner Schläfe.

Der «eiserne Feliciano» elektrisierte die Zuschauer derweil mit seinem bekannt attraktiven Angriffstennis. Er wird am 20. September 38-jährig und ist damit nur 43 Tage jünger als Roger Federer. Lopez bestreitet am US Open sein 71. (!) Grand-Slam-Turnier hintereinander, letztmals ging im Januar 2002 in Melbourne ein Major-Turnier ohne ihn über die Bühne. Federers damalige Rekordserie riss am French Open 2016 nach 65 Turnieren in 16 Jahren.

Den ganz grossen Durchbruch schaffte der Linkshänder aber nie. Der Sieger des Swiss Open in Gstaad von 2016 schlug in seiner Karriere nicht weniger als 38 Top-Ten-Spieler, gehörte mit Bestmarke 12 selber aber nie diesem elitären Kreis an.

Ob Lopez nochmals als Spieler ans US Open zurückkehrt, ist offen. Als Turnierdirektor des Masters-1000-Turniers in seiner Heimatstadt Madrid hat er bereits einen neuen Job.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.