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Leonidas: Sieben Tore und eine Schokolade für die Ewigkeit

Das Spiel, das den Brasilianer Leonidas da Silva weltberühmt macht, findet am 5. Juni 1938 in Strassburg statt. Im WM-Achtelfinal gegen Polen schiesst er drei Tore, zwei davon in der Verlängerung.
Leonidas hat sich seinen Platz in Brasiliens Fussball-Geschichte durch Barfuss-Tore gesichert (Bild: KEYSTONE/AP/ERALDO PERES)

Leonidas hat sich seinen Platz in Brasiliens Fussball-Geschichte durch Barfuss-Tore gesichert (Bild: KEYSTONE/AP/ERALDO PERES)

(sda)

Und beide beim 6:5-Erfolg barfuss, so geht zumindest die Legende. Die Schuhe seien im schlammigen Boden stecken geblieben, sagte Leonidas. In Wahrheit zog er sie wohl einfach selber ab, weil er als Strassenfussballer sowieso gewohnt war, barfuss zu kicken.

Leonidas wuchs in einem Armutsviertel von Rio de Janeiro auf. Sein Vater war ein Seefahrer aus Portugal, die Mutter Köchin. Als Kind spielte er Fussball mit zu einem Ball zusammengewickelten Socken. In den 1930er-Jahren war er einer der ersten Schwarzen in Brasiliens Nationalteam. Sie nannten ihn deshalb "Diamante Negro", den schwarzen Diamanten. Nach der Karriere wurde Leonidas ein geschätzter Sportreporter und auch 14 Jahre nach seinem Tod lebt die Erinnerung an ihn weiter: Nach der WM 1938, bei der er letztlich sieben Tore erzielte, hat die Schokoladen-Firma "Lacta" einen Riegel mit dem Namen "Diamante Negro" lanciert. Er ist bis heute aus den Regalen der Supermärkte nicht wegzudenken.

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