Lausanne-Sport steigt auf, Vaduz vor Einzug in die Barrage

In der zweitletzten Runde der Challenge League sind die Entscheidungen praktisch gefallen. Lausanne-Sport steigt nach dem 4:0 bei Stade Lausanne-Ouchy auf, Vaduz hat beste Chancen auf Platz 2.

Drucken
Teilen
Die Grasshoppers kamen in Aarau ins Stolpern
5 Bilder
Die Lausanner Spieler feiern ihren Trainer Giorgio Contini
Zoltan Kadar droht Platz 2 und damit das Ziel mit den Grasshoppers zu verpassen
Lausanne-Sport kehrt nach zwei Jahren in die Super League zurück
Der Sieg von Lausanne-Sport im Derby bei Stade Lausanne-Ouchy war ungefährdet

Die Grasshoppers kamen in Aarau ins Stolpern

KEYSTONE/URS FLUEELER
(sda)

Lausannes Trainer Giorgio Contini hatte sich schon vor Spielbeginn im Centre Sportif de Colovray entspannt gezeigt, war den Waadtländern der Aufstieg dank sechs Punkten Vorsprung und dem klar besseren Torverhältnis gegenüber Vaduz doch praktisch nicht mehr zu nehmen. Continis Team schien danach gewillt, nach zwei Niederlagen in Vaduz und gegen Winterthur auch rechnerisch alles klar zu machen und legte einen souveränen Auftritt hin. Spätestens nach dem Weitschuss zum 2:0 kurz nach der Pause durch Nikola Boranijasevic war die Partie in Nyon entschieden.

Ende gut, alles gut! So dürfte das Fazit der Waadtländer lauten. Ihre Auftritte seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft waren selten überzeugend, der Vorsprung von 15 Punkten auf die Grasshoppers schmolz schnell auf fünf Zähler, ehe Lausanne dank dem etwas glückhaftem 1:0 im Direktduell mit den Zürchern den Kopf noch einmal aus der Schlinge zog.

Die Rückkehr in die Super League nach dem Abstieg 2018 war angesichts des Budgets von rund zwölf Millionen Franken allerdings erwartet, ein Scheitern den Verantwortlichen um Trainer Contini kaum verziehen worden. Der Aufstieg war für den vom milliardenschweren Londoner Chemiekonzern Ineos alimentierte Klub ein Muss, zumal im Herbst der Umzug ins neue Stade de la Tuilière folgen soll.

GC bleibt wohl zweitklassig

War die Frage nach dem Aufsteiger nur noch eine Vollzugsmeldung, wird diejenige des Barrage-Teilnehmers erst am letzten Spieltag entschieden - mit klaren Vorteilen für Vaduz. Die Grasshoppers setzten beim 2:2 in Aarau die Negativserie der letzten Spiele fort, wahrten sich aber immerhin eine minimale Chance auf Rang 2, indem sie in der Schlussphase dank einer Doublette von Mychell Chagas einen 0:2-Rückstand noch wettmachten, womit Aarau unter Trainer Stephan Keller weiter sieglos ist. Vaduz drehte gegen Schaffhausen ein 0:1 zur Pause und siegte 3:1. Den Liechtensteinern reicht am Sonntag in Kriens ein Punkt, um sich den Einzug in die Barrage gegen den Neunten der Super League zu sichern.

Telegramme und Rangliste

Aarau - Grasshoppers 2:2 (1:0). - 1000 Zuschauer. - SR Piccolo. - Tore: 12. Balaj 1:0. 60. Balaj 2:0. 67. Chagas 2:1. 82. Chagas (Foulpenalty) 2:2.

Stade Lausanne-Ouchy - Lausanne Sport 0:4 (0:1). - 1000 Zuschauer. - SR Wolfensberger. - Tore: 16. Maletic (Eigentor) 0:1. 51. Boranijasevic 0:2. 65. Pasche 0:3. 92. Gétaz 0:4.

Vaduz - Schaffhausen 3:1 (0:1). - 1000 Zuschauer. - SR Schärli. - Tore: 23. Taipi (Foulpenalty) 0:1. 51. Simani 1:1. 67. Cicek 2:1. 80. Milinceanu 3:1.

Wil - Chiasso 1:1 (1:1). - 1000 Zuschauer. - SR Staubli. - Tore 29. Fazliu 1:0. 45. Antunes 1:1.

Winterthur - Kriens 4:0 (4:0). - Utogrund, Zürich. - 1000 Zuschauer. - SR von Mandach. - Tore: 2. Callà 1:0. 27. Isik 2:0. 38. Yesilcayir (Eigentor) 3:0. 45. Alves 4:0.

Rangliste: 1. Lausanne-Sport 35/70 (79:33). 2. Vaduz 35/64 (77:51). 3. Grasshoppers 35/61 (69:46). 4. Winterthur 35/52 (50:58). 5. Kriens 35/51 (56:58). 6. Wil 35/49 (57:56). 7. Stade Lausanne-Ouchy 35/42 (46:61). 8. Aarau 35/38 (61:78). 9. Schaffhausen 35/32 (32:58). 10. Chiasso 35/20 (41:69).