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Korruption und Misswirtschaft im ghanaischen Fussball-Verband

Die Regierung im westafrikanischen Ghana ordnet angesichts weitreichender Korruptionsvorwürfe die Auflösung des nationalen Fussballverbands an.
Was passiert mit der ghanaischen Nationalmannschaft? (Bild: KEYSTONE/EPA BACKPAGE/CHRIS RICCO)

Was passiert mit der ghanaischen Nationalmannschaft? (Bild: KEYSTONE/EPA BACKPAGE/CHRIS RICCO)

(sda)

Die Polizei müsse alles unternehmen, um die Anschuldigungen möglichst schnell zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, forderte Informationsminister Mustapha Abdul-Hamid.

Die Regierung sei angesichts der am Mittwoch durch einen Film bekannt gewordenen Vorwürfe schockiert. Ein Hauptverdächtiger ist Verbandspräsident Kwesi Nyantakyi, der auch Mitglied des FIFA-Councils ist.

"Der Dokumentarfilm demonstriert die grobe Misswirtschaft des ghanaischen Fussballverbandes, charakterisiert durch weitreichenden Betrug, Korruption und Bestechung", sagte der Minister am späten Donnerstagabend. Da die Vorwürfe sich gegen Funktionäre, Teammanager und auch Schiedsrichter richten, sei die sofortige Auflösung des Verbandes angeordnet worden. "Die Regierung wird dafür sorgen, dass die nötigen Reformen mit aller Dringlichkeit durchgeführt werden, um die Verwaltung des Fussballs in diesem Land wieder aufzuräumen."

In dem Dokumentarfilm ist der inzwischen festgenommene Funktionär Nyantakyi zu sehen, wie er verspricht, gegen hohe Zahlungen Einfluss auf Politiker nehmen zu können. Eine andere Szene zeigt ihn bei der Annahme einer Bargeldzahlung von umgerechnet 70'000 Franken.

Man nehme die Anschuldigungen sehr ernst und werde sofort Massnahmen einleiten, teilte der ghanaische Verband mit. Es werde keinen Versuch der Vertuschung geben, heisst es in einer von Generalsekretär Isaac Addo unterzeichneten Stellungnahme. "Der Verband möchte versichern, dass er als Institution keinerlei korrupte Praktiken duldet."

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