Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kloten auch in der Swiss League ein Punktelieferant

Bei Absteiger Kloten schrillen auch in der Swiss League die Alarmglocken. Die Zürcher Unterländer sind auch eine Liga tiefer derzeit bloss Punktelieferant.
Klotens Cheftrainer Andre Rötheli ist nach den sieben Meisterschafts-Niederlagen in Folge der Zürcher Unterländer gefordert (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Klotens Cheftrainer Andre Rötheli ist nach den sieben Meisterschafts-Niederlagen in Folge der Zürcher Unterländer gefordert (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

(sda)

Sieben Meisterschaftsniederlagen in Folge und nur ein Punkt vor Schlusslicht Thurgau - das sind die ernüchternden Fakten nach zehn Runden. Im Vorjahr hatte Kloten als Schlusslicht der National League nach 10 Meisterschaftsspielen bloss 6 Punkte auf dem Konto. Nun weist der Cupsieger von 2017 nur drei Zähler mehr auf als nach zehn Spielen des Vorjahres.

Der jüngste Cup-Coup vom Sonntag gegen National-League-Leader Biel (4:3 nach 0:3-Rückstand) verblasste bereits am Mittwoch mit der 2:5-Heimniederlage gegen Olten wieder. Dass der Erfolg gegen Biel eine schnelle Stabilität bewirken würde, hatte Headcoach André Rötheli ohnehin nicht erwartet.

«Oftmals verlieren wir die Geduld und machen deshalb unnötige Fehler», sagt Rötheli gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Reifeprozess nach dem Umbruch sei noch im Gang. Captain Steve Kellenberger ist einer aus dem Kreis von einem rund halben Dutzend Spielern, die aus dem Abstiegsteam verblieben sind. Er stellt fest. «Jeder muss in den eigenen Spiegel schauen. Was wir zeigen, ist einfach zu wenig. Wir zeigten doch in der Vorbereitung und den ersten drei Meisterschaftsspielen, dass es gehen kann.»

Exploit gegen Biel dank Biel

Der Cup-Exploit gegen Biel sei möglich gewesen, weil sich der Gegner anders verhalten hätte als dies die Gegner in der Swiss League täten. «Biel spielte mehr mit und machte deshalb auch mehr Fehler. Wir konnten dann die Fehler ausnützen. In der Swiss League verhält es sich umgekehrt. Die Gegner nutzen unsere Fehler aus. Und wenn wir selbst zu viele Chancen auslassen, dürfen wir uns eben nicht so viele Schnitzer erlauben.»

Die ursprüngliche Besetzung der Goalie-Position mit einem Ausländer hat sich bereits als Missverständnis entpuppt. Da der österreichische Nationalgoalie Bernhard Starkbaum derzeit bloss Ersatz ist und gegen Olten der kanadische Topskorer Ryan MacMurchy (Nacken) verletzt fehlte, spielte Kloten am Mittwoch gar ohne Ausländer.

Nach Top-WM nur noch Ersatzgoalie

Das Eigengewächs Andrin Seifert verdrängte Starkbaum als Nummer 1. Starkbaum realisierte in den ersten acht Meisterschaftsspielen eine Fangquote von unzureichenden 88,7 Prozent. Dabei hatte Starkbaum in vier Einsätzen an der letzten A-WM in Dänemark mit 91,8 Prozent abgewehrten Schüssen und starken Paraden zum Punktgewinn im WM-Startspiel gegen die Schweiz noch seinen Teil zum Klassenerhalt des Aufsteigers beigetragen.

Im Gegensatz zu Starkbaum verzichtet Kloten unfreiwillig aktuell auf einen anderen österreichischen WM-Teilnehmer. Stürmer Patrick Obrist (Hüftverletzung), der wegen einer Schweizer Lizenz das Ausländer-Kontingent nicht belastet, war bislang immerhin Klotens zweitbester Skorer hinter MacMurchy.

Routiniers in der Pflicht

«Wenn wir als Team nicht in dieselbe Richtung ziehen, spielt es keine Rolle, ob wir mit oder ohne Ausländer spielen oder es Absenzen gibt», betont Captain Kellenberger. Trainer André Rötheli fordert nun die durchaus zahlreichen Routiniers wie Kellenberger, Back, Seydoux, Fabian Sutter, Romano Lemm, Adrian Brunner oder den früheren Nationalstürmer Thibaut Monnet auf, den jungen Spielern mehr zu helfen, um den Reifeprozess nach dem Umbruch voranzutreiben.

Der Einfluss der erfahrenen Spieler war zuletzt überschaubar. Der in die Mitverantwortung gezogene Monnet sagt: «Wir machten gegen Olten kleine Fehler im Spielaufbau und im Positionsspiel, die sich auswirkten. Nun müssen wir zusammen halten und positiv bleiben.»

Gerade auch Monnet drückt mit seinen 36 Jahren das Durchschnittsalter der Zürcher Unterländer nach oben - mit 26 Jahren im Schnitt stellt Kloten das zweitälteste Team der zweithöchsten Spielklasse. Der Romand steht in seiner wohl letzten Saison seiner Karriere.

In der letzten Spielzeit war er bei Ambri-Piotta zumeist nur überzählig. Der frühere Topskorer der ZSC Lions stellt fest, dass die Teams in der Swiss League ähnlich hart wie in der National League zur Sachen gehen würden. Und auch das Tempo sei durchaus beachtlich.

Für Kloten selbst glaubt Monnet, den Schlüssel zur Rückkehr zum Erfolg zu kennen: «Wir müssen das Spiel mit Freude spielen. Und ich mit meiner Erfahrung muss nun mithelfen, dass wir die Balance aus Geduld und Konsequenz finden.»

Zwei Siege in den zwei nächsten Spielen sind nun indes Pflicht; am Freitag bei den zehntklassierten Biasca Ticino Rockets sowie am Sonntag gegen die GCK Lions, wo mit Michael Liniger ein langjähriger Leistungsträger von Kloten als Trainer-Assistent wirkt. Nach diesen beiden Spielen steht am Mittwoch der schwere Gang zum Tabellenzweiten La Chaux-de-Fonds im Programm.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.