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Die Schweizerin Mujinga Kambundji ist für einmal dankbare Vierte

Mujinga Kambundji verabschiedet sich mit einer tollen Leistung in die Ferien. Die Bernerin belegt in einem äusserst stark besetzten 100-m-Lauf den 4. Rang.
In Zürich herrscht bei Mujinga Kambundji trotz des 4. Platzes Freude (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

In Zürich herrscht bei Mujinga Kambundji trotz des 4. Platzes Freude (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

(sda)

In 11,14 Sekunden bei leichtem Gegenwind legte Kambundji eine Top-Zeit in die Bahn, denn auch die Siegerin Murielle Ahouré von der Elfenbeinküste blieb über 11 Sekunden. Hinter Grossbritanniens Europameisterin Dina Asher-Smith und Ahourés Teamkollegin Marie-Josée Ta Lou, aber vor der Niederländerin Dafne Schippers, lief die Bernerin inmitten der Weltbesten ins Ziel. «Der 4. Platz scheint mein Lieblingsplatz zu sein», witzelte Kambundji. «Aber diesmal sind damit positive Emotionen verbunden. Toll, dass ich Dafne vor dem Heimpublikum schlagen kann.»

Die beste Schweizer Sprinterin blickt auf ihre erfolgreichste Sommersaison zurück, obwohl sie nur eines der drei angepeilten Ziele erreicht hat. Den Schweizer Rekord über die 100 m drückte die 26-Jährige unter 11 Sekunden, die 200-m-Bestmarke gehört aber weiterhin Lea Sprunger und mit drei 4. Rängen an den Europameisterschaften in Berlin war die Bernerin schlecht bedient, zumal sie in jedem Final eine starke Leistung bot.

Ein letztes Mal winkte die Bernerin nach dem Lauf mit der 4x100-m-Staffel ins Publikum. Ajla Del Ponte, Sarah Atcho, Mujinga und Salomé Kora boten in 42,49 Sekunden zum wiederholten Mal in diesem Sommer eine starke Leistung - vor Jahresfrist wäre dies noch ein Schweizer Rekord gewesen. Seit der Athletissima in Lausanne steht die Bestmarke bei 42,29.

Ein Triumph in Zürich verhinderte einzig Europas Sprint-Ass Dina Asher-Smith. Auf der Zielgeraden flog sie noch an der St. Gallerin Kora vorbei. Das Schweizer Quartett wird die Saison am Sonntag beim internationalen Meeting in Berlin beschliessen - allerdings ohne Kambundji. Samatha Dagry oder Cornelia Halbheer wird einspringen.

Rang 6 für zufriedenen Wilson

Der EM-Dritte Alex Wilson beendete die Saison mit einem 6. Platz über 200 m bei Weltklasse Zürich. Er ist froh, dass er endlich in die Ferien gehen kann.

Wilson gönnte sich nach der Rückkehr von den Europameisterschaften in Berlin nur einen Tag Pause. Im Letzigrund fehlte dann aber die Kraft, um erstmals unter 20 Sekunden zu laufen. Diese Marke will der 27-jährige Basler im nächsten Jahr unbedingt schaffen. Im Letzigrund reichte es noch zu 20,40 Sekunden.

Dennoch war Wilson mit der Zeit zufrieden. Unter anderen liess er den Briten Nethaneel Mitchell-Blake (8./20,53) hinter sich, der ihn an den Europameisterschaften noch hauchdünn bezwungen und Silber geholt hatte. Die Zuschauer feierten ihn denn auch frenetisch. «Ich fühle mich wie ein König hier», sagte Wilson, nachdem er seine Schuhe ins Publikum geworfen hatte. «Jetzt weiss ich, wieso ich so hart gearbeitet und nie aufgegeben habe». Die Ferien verbringt Wilson in Jamaika, wo er geboren ist.

Rang 7 für Büchel

Selina Büchel, die einzige Europäerin im Feld, belegte über 800 m den 7. und drittletzten Platz. Mit 2:00,64 Minuten verpasste die 27-jährige Toggenburgerin ihre Saisonbestleistung um 22 Hundertstel. Damit schloss die zweifache Hallen-Europameisterin erstmals seit 2014 eine Saison ohne eine Zeit unter zwei Minuten ab. In den letzten drei Jahren hatte sie diese Marke nicht weniger als 14 Mal unterboten.

«Ich hatte Respekt vor dem Rennen, da das Niveau enorm hoch war», sagte Büchel. Insofern war sie glücklich, dass sie zwei Konkurrentinnen hinter sich liess. Allerdings wäre die EM-Siebente gerne etwas schneller gelaufen. «Ich dachte, dass das Tempo hoch genug ist, wenn ich am Feld dranbleibe. Ich merkte aber, dass die eine oder andere von der langen Saison müde war. Dafür konnte ich auf der Zielgeraden noch ziehen», so Büchel.

Moser mit Saisonbestleistung

Im Stabhochsprung belegte Angelica Moser den 8. Platz. Mit 4,42 m verbesserte die 20-jährige Zürcherin die eigene Saisonbestleistung um zwei Zentimeter. Dass Moser in diesem Jahr das Potenzial nicht ausschöpfen konnte, lag an einer langwierigen Fussverletzung. Den ersten Freiluft-Wettkampf bestritt sie erst Mitte Juli.

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