Kalender-Kritik und positive Corona-Tests vor Test gegen Kroatien

Das Testspiel gegen den WM-Finalisten Kroatien am Mittwoch in St. Gallen bildet für die Schweizer Nationalmannschaft den Auftakt in eine intensive Woche mit drei Spielen innert sieben Tagen.

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Die Schweizer Nationalmannschaft im Abschlusstraining vor dem Testspiel am Mittwoch in St. Gallen gegen Kroatien

Die Schweizer Nationalmannschaft im Abschlusstraining vor dem Testspiel am Mittwoch in St. Gallen gegen Kroatien

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI
(sda)

Remo Freuler nahm kein Blatt vor den Mund. «Ich bin gar nicht einverstanden, dass wir plötzlich drei Spiele innerhalb von zehn Tagen bestreiten müssen», sagte der Mittelfeldspieler von Serie-A-Leader Atalanta Bergamo. «Gerade in dieser Zeit, in der auch mit dem Klub viele Spiele anstehen, wäre das nicht nötig gewesen.»

Die Verbände sind aufgrund der TV-Verträge der UEFA verpflichtet, neben den beiden Nations-League-Partien auch noch je ein Testspiel innerhalb eines Zusammenzugs zu bestreiten, was dem SFV immerhin die Möglichkeit gibt, die im Frühjahr in Katar geplanten Partien gegen Kroatien und Belgien (im November) doch noch durchzuführen.

Nationaltrainer Vladimir Petkovic versuchte der Situation etwas Positives abzugewinnen, zumal im nächsten Jahr innerhalb eines Zusammenzugs wohl jeweils drei WM-Qualifikationsspiele anstehen werden. «Nun können wir uns bereits daran gewöhnen.» Die Schwierigkeit für ihn als Trainer bestehe darin, herauszufinden «wie oft und wie lange die Spieler ihre maximale Leistung bringen können».

Petkovic wie sein kroatischer Kollege Zlatko Dalic deuteten an, dass sie am Mittwoch Spielern, die in der Nationalmannschaft noch nicht oft zum Zug gekommen sind, Einsatzminuten ermöglichen werden. Zu seinem Debüt für die Schweiz könnte Jordan Lotomba kommen. Der polyvalente Aussenverteidiger von OGC Nice hat sich durch starke Leistungen in der U21 für höhere Aufgaben empfohlen und sich nach seinem Wechsel von YB in die Ligue 1 gleich einen Stammplatz erkämpft.

Die Vorbereitung auf das Testspiel gegen Kroatien, das nicht mehr auf den aus der Nationalmannschaft zurückgetretenen Ivan Rakitic zählen kann, wurde vom positiven Corona-Test von Rückkehrer Xherdan Shaqiri überschattet. Admir Mehmedi reiste erst am Dienstag aus Wolfsburg an, nachdem sein Klubkollege Renato Steffen vor einigen Tagen ebenfalls positiv getestet worden war.

Den widrigen Umständen zum Trotz ist die Partie gegen den WM-Finalisten, zu der 5000 Zuschauer zugelassen sind, für Petkovic keine reine Pflichtaufgabe. «Es gibt keine unwichtigen Spiele mit der Nationalmannschaft», so der Tessiner. «Wir sind sehr ambitiös und wollen das Spiel gegen Kroatien gewinnen.»