Kadetten nach Aufholjagd vor Meistertitel

Die Kadetten Schaffhausen benötigen nach einer unglaublichen Aufholjagd noch einen Sieg zum elften Meistertitel. Das Team von Trainer Petr Hrachovec gewinnt Spiel 2 bei Pfadi Winterthur 32:30 n.V.

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Kadetten Schaffhausens Trainer Petr Hrachovec peitscht seine Schützlinge zu einer kaum mehr für möglich gehaltenen Wende (Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI)

Kadetten Schaffhausens Trainer Petr Hrachovec peitscht seine Schützlinge zu einer kaum mehr für möglich gehaltenen Wende (Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI)

(sda)

Beim 29:31 nach Verlängerung am Donnerstag war Pfadi nahe am Break gewesen. Diesmal lag der Druck auf Seiten der Winterthurer. Lange sah es danach aus, als würden sie diesem standhalten. Nach dem 12:12 (26.) setzten sie sich bis zur 40. Minute auf 21:14 ab. Es schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein.

Die Kadetten zeigten aber eine tolle Moral und schossen sechs Tore in Serie vom 20:25 (47.) zum 26:25 (56.). In der Folge ging Pfadi noch zweimal in Führung. Zwei Sekunden vor dem Ende vergab der Winterthurer Kevin Jud beim Stand von 28:28 die grosse Chance zum Sieg, er scheiterte jedoch mit seinem Penalty an Ivan Stevanovic, der es mit neun Paraden auf eine Abwehrquote von sensationellen 50 Prozent brachte.

In der Verlängerung scheiterte Jud ein zweites Mal vom Siebenmeter-Punkte an Stevanovic - es wäre das 30:31 gewesen. Dabei hatte der Regisseur der Gastgeber lange Zeit überragend gespielt und zehn Treffer erzielt. Bei den Kadetten war Zarko Sesum mit sechs Toren der beste Werfer.

Damit können die Kadetten am Donnerstag vor heimischem Publikum alles klar machen. Sie sind allerdings gewarnt, hatten sie doch vor einem Jahr im Halbfinal gegen Pfadi ebenfalls mit 2:0 Siegen geführt und noch verloren. Allerdings ist fraglich, ob sich die Winterthurer von diesem Schock erholen. Vielmehr sieht es danach aus, als müssten sie weiter auf den ersten Meistertitel seit 2004 warten.

Telegramm:

Pfadi Winterthur - Kadetten Schaffhausen 30:32 (28:28, 14:12) n.V.

1950 Zuschauer. - SR Capoccia/Jucker. - Torfolge: 0:2, 2:4, 6:4, 9:7, 9:9, 12:12, 14:12; 15:13, 18:13, 18:14, 21:14 (40.), 23:16, 23:19, 25:20 (47.), 25:26 (56.), 27:26, 28:28; 28:29, 29:29, 29:32, 30:32. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Pfadi Winterthur, 9mal 2 Minuten inklusive Disqualifikation (Meister/51.) gegen Kadetten Schaffhausen.

Pfadi Winterthur: Schulz (9 Paraden)/Schelling (2); Quni, Ott (1), Filip Maros (3), Tynowski (7), Pecoraro, Dangers, Lier (3), Heer (1), Jud (10/5), Bräm, Freivogel, Cvetkovic, Svajlen, Schramm (5).

Kadetten Schaffhausen: Pilipovic (8 Paraden)/Stevanovic (9); Meister (3), Zehnder (5), Küttel (3), Csaszar (4/1), Schopper, Novak, Beljanski (1), Gerbl (3), Sesum (6), Luka Maros, Schelker (2), Frimmel, Tominec (3), Herburger (2).

Bemerkungen: Pfadi Winterthur ohne Vernier. Kadetten Schaffhausen ohne Markovic und Haas (alle verletzt). - Verschossene Penaltys: 3:1.