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Jürgen Klopp nicht in euphorischer Stimmung

Liverpool begeistert im Halbfinal-Hinspiel der Champions League beim 5:2 gegen die Roma. Doch die Gegentore und die Verletzung von Oxlade-Chamberlain dämpfen die Euphorie bei Jürgen Klopp.
Jürgen Klopp schlug die Verletzung von Oxlade-Chamberlain auf die Stimmung (Bild: KEYSTONE/EPA/PETER POWELL)

Jürgen Klopp schlug die Verletzung von Oxlade-Chamberlain auf die Stimmung (Bild: KEYSTONE/EPA/PETER POWELL)

(sda)

Liverpool begeistert im Halbfinal-Hinspiel der Champions League beim 5:2 gegen die Roma. Doch die Gegentore und die Verletzung von Oxlade-Chamberlain dämpfen die Euphorie bei Jürgen Klopp.

Trotz des Offensivspektakels seines FC Liverpool hatte Jürgen Klopp wenig Lust, über das Spiel zu sprechen. "Es wundert sie vielleicht, dass ich nicht viel besserer Stimmung bin", sagte er zu den versammelten Journalisten. Die möglicherweise schwere Verletzung von Alex Oxlade-Chamberlain, der nach nicht einmal 20 Minuten vom Platz getragen wurde, hatte ihm die Laune verdorben. "Wir haben einen fantastischen Spieler verloren", sagte Klopp. "Deshalb bin ich wirklich nicht in der Stimmung, über spezielle fantastische Dinge zu sprechen."

Fantastisch war am Dienstagabend in Anfield trotz Regen vieles gewesen. Zuerst sorgten die Fans mit lautstarken Gesängen für Gänsehaut-Atmosphäre im Stadion. Dann drehten die Reds auf. Nach einem Doppelpack des Ex-Römers und früheren Baslers Mohamed Salah, einem Tor von Sadio Mané und zwei Treffern von Roberto Firmino schien alles klar. Doch Edin Dzeko und Diego Perotti machten mit ihren Treffern in den letzten zehn Minuten das Rückspiel noch einmal spannend.

"Zwei Tore wollten wir nicht kassieren. Aber damit können wir umgehen", sagte Klopp trotzig. "Jetzt müssen wir in Rom wieder arbeiten. Das ist kein Problem. Es wäre auch Arbeit gewesen, wenn wir 5:0 gewonnen hätten, denn Rom hätte auf jeden Fall versucht, zurückzukommen." Schon im Viertelfinal beim 3:0-Rückspiel-Erfolg gegen den FC Barcelona hatten die Römer das eindrucksvoll gezeigt. Ein solches Ergebnis bräuchten sie nächste Woche für den Finaleinzug.

"Das war heute besser als das 1:4 im Camp Nou", fand Roms Trainer Eusebio Di Francesco. "Diese zwei späten Tore geben uns noch eine Chance für das Rückspiel in Rom, wo wir auf die Unterstützung der Fans setzen können." Di Francesco richtete eine Warnung an seine Spieler: "Wir haben schon einmal gezeigt, dass wir zurückkommen können. Wer daran nicht glaubt, der soll zuhause bleiben."

So sah es auch Klopp. "Wenn einer meiner Spieler denkt, dass die Roma nicht zurückkommt, dann wird er nicht spielen", warnte er. Auf Alex Oxlade-Chamberlain wird der Coach wohl in jedem Fall verzichten müssen. Eine Diagnose stand zunächst zwar noch aus, die medizinische Abteilung sei aber "besorgt", sagte Klopp. "Das sieht nicht gut aus."

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