Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Jil Teichmann gewinnt völlig überraschend ihr erstes WTA-Turnier

Jil Teichmann krönt ihre sensationelle Woche in Prag mit dem ersten, völlig überraschenden WTA-Turniersieg. Im Final setzt sie sich gegen die Tschechien Karolina Muchova mit 7:6 (7:5), 3:6, 6:4 durch.
Jil Teichmann gewinnt in Prag ihr erstes WTA-Turnier. (Bild: Pavel Lebeda / Freshfocus)

Jil Teichmann gewinnt in Prag ihr erstes WTA-Turnier. (Bild: Pavel Lebeda / Freshfocus)

(sda)

Wenig sprach für den sensationellen Durchlauf von Teichmann (WTA 146) in Prag. Die Saison der 21-jährigen Bielerin war bislang frei von Exploits geblieben. Nun kam sie in der tschechischen Hauptstadt zu acht Erfolgen in Serie, drei in der Qualifikation und fünf im Hauptfeld. Damit gewann Teichmann in Prag gleich viele Partien auf WTA-Stufe wie in ihrer gesamten Karriere (11 Turniere) zuvor.

«Ich bin sprachlos. Es war eine unglaubliche Woche», strahlte Teichmann nach dem Final, der ihr alles abverlangt hatte. Nach zwei Stunden und 44 Minuten verwertete sie den ersten Matchball und sorgte für das Happy-End einer aussergewöhnlichen Woche, in der sie am Dienstag gleich zwei Einzel-Matches bestreiten musste. Im Achtelfinal schlug sie mit Swetlana Kusnezowa eine zweifache Major-Siegerin und im Halbfinal mit Barbora Strycova erstmals eine Top-40-Spielerin.

Einen Tag nach dem souveränen Halbfinal-Sieg gegen Strycova musste Teichmann gegen Muchova (WTA 106) über sich hinaus wachsen. Unter nicht immer nur leichtem Regen trotze sie im dritten Satz allen Schwierigkeiten und zermürbte ihre 22-jährige, in etwa gleich unerfahrene Gegnerin. «Es war ein grosser Kampf», resümierte Teichmann, die als erste Spielerin ausserhalb der Top 100 in diesem Jahr ein WTA-Turnier gewinnen konnte.

Zu Beginn des entscheidenden Umgangs musste sich Teichmann den rechten Oberschenkel massieren lassen und bewegte sich danach nicht mehr so gut wie zuvor. Doch in ihrem sechsten Match innerhalb von fünf Tagen kämpfte sie eindrücklich und fand zurück ins Spiel, nachdem sie 0:2 und 2:4 zurückgelegen hatte. Schon im ersten Satz hatte die in Barcelona geborene Linkshänderin zweimal einen Breakrückstand wettgemacht. Die mentalen Vorteile lagen klar auf Seiten von Teichmann.

Mit einer wertvollen Gelassenheit und Freude ging die einstige Nummer 3 der Juniorinnen die neuen, ungewohnten Aufgaben in Prag an und marschierte als erst elfte Schweizerin zu einem WTA-Titel. Zuvor war sie auf diesem Niveau nie über einen Achtelfinal hinausgekommen und hatte «nur» drei kleinere ITF-Events für sich entschieden. Nun wird sie am Montag erstmals in die Top 100 der Weltrangliste vorstossen und in der Region von Platz 90 geführt werden. Teichmann ist damit für das Haupttableau von Wimbledon gesetzt, beim French Open muss sie derweil über die Qualifikation gehen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.