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Jan van Berkel im emotionalen Doppel-Hoch

Der Langdistanz-Triathlet Jan van Berkel durchlebt in diesen Tagen ein emotionales Doppel-Hoch.
Ironman-Switzerland-Gewinner Jan van Berkel und Sarah Meier (gönnt sich einen Schluck Champagner) heiraten am Freitag (Bild: KEYSTONE/MELANIE DUCHENE)

Ironman-Switzerland-Gewinner Jan van Berkel und Sarah Meier (gönnt sich einen Schluck Champagner) heiraten am Freitag (Bild: KEYSTONE/MELANIE DUCHENE)

(sda)

Am Sonntag gewann er erstmals den Ironman Switzerland. Und kommenden Freitag heiratet der 32-Jährige seine langjährige Partnerin Sarah Meier (34).

Mit einer auch international bemerkenswerten Marathon-Zeit von 2:45 Stunden bei hawaiianischer Nachmittags-Hitze von über 30 Grad erlief sich van Berkel den «Heimsieg» in Zürich. Es war der erste Triumph beim siebten Start am Ironman Switzerland.

Es war ein steiniger und langer Weg zum ersten Ironman-Titelgewinn. Auf ein famoses Debüt mit dem 2. Rang am Ironman Switzerland 2012 folgte ein langwieriger Lernprozess mit zahlreichen Rückschlägen. Doch Van Berkel, der wie Nicola Spirig aus Winkel bei Bülach stammt, liess sich nie entmutigen. Er glaubte immer daran, eines Tages als Gewinner des Ironman Switzerland einzulaufen.

Ironman-Triathlon sei eben ein Ausdauersport im wahrsten Sinne des Wortes. «Es braucht Ausdauer in jeder Hinsicht. Wir haben nur einen Tag im Jahr hier in Zürich, der unser Jahr und unsere Karriere bedeutet. Wenn man dann am Heimrennen nicht performt, ist es vorbei», sagte Van Berkel einen Tag nach seinem Triumph gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Van Berkel ging vor zwei Jahren ein neues Commitment ein, um als Langdistanz-Triathlet sein Potenzial auszuschöpfen. Er engagierte einen neuen Coach, den Neuseeländer Dan Plews, einen Doktor der Sportphysiologie. Seither ernährt sich Van Berkel mit hohem Fettanteil statt kohlenhydratreich. Rund 80 Prozent seiner Energie bezieht er aus dem Fettanteil in seiner Ernährung.

Am Sonntag hätte er auch deshalb keine Krise verzeichnet. «Ich konnte immer noch rechtzeitig reagieren. Durch meine Ernährung und vom Wissen und den Erfahrungen aus der Vergangenheit blieb ich von einem richtigen Tief verschont», sagte er.

Auf dem langjährigen Weg zu seinem bisherigen Karriere-Höhepunkt musste sich der Zürcher Unterländer hinterfragen, gleichzeitig aber auch weiter an sich glauben. «Und das Gleiche lässt sich auch über mein Umfeld sagen. Sie haben mich im Vorfeld und im Rennen grossartig unterstützt. Es ist unmöglich, eine solche Leistung ohne die Unterstützung des Umfelds zu erzielen», betonte Van Berkel.

Zweitbekanntes Sportler-Ehepaar der Schweiz

Kurz nach dem bislang erfolgreichsten Tag als Profisportler folgt für Jan van Berkel nun ein Höhepunkt im Leben als Privatperson. Am Freitag heiratet der Triathlet die frühere Eiskunstlauf-Europameisterin Sarah Meier. Van Berkel und dessen Partnerin Sarah Meier werden damit zum zweitberühmtesten Schweizer Spitzensportler-Ehepaar nach Valon Behrami und Lara Gut.

Obschon für Van Berkel Hawaii als Traum-Flitterwochen angesehen werden könnten, wird er den Fokus für den zweiten Saisonhöhepunkt am 13. Oktober auf Big Island beibehalten. «Ich werde nach der Hochzeit nicht auf der faulen Haut liegen. Ich bin glücklich, eine verständnisvolle Partnerin zu haben. Wir werden nach dem Rennen noch Ferien auf Hawaii machen, doch gesamthaft gesehen kann man es wohl nicht richtige Flitterwochen nennen.»

Als Top-Ten-Anwärter nach Hawaii

Von den rund 50 qualifizierten Männerprofi-Triathleten auf Hawaii sind mindestens drei Dutzend dazu fähig, auf Big Island in die Top 10 und damit in die Preisgeld-Ränge zu kommen. Van Berkel will bei seinem vierten Start in Kona bereit sein, um mitmischen zu können. «Ich will nicht sagen, dass ich zu den Favoriten für eine Top-Klassierung zählen werde. Doch die anderen Athleten werden meinen Namen sicher auf der Rechnung haben müssen.»

Laut dem Grob-Planung seines Trainer muss Van Berkel für die Top Ten in Hawaii innerhalb von zehn Minuten hinter dem Ersten vom Rad steigen und dann den hügeligen Marathon in 2:50 Stunden bewältigen. In Zürich erreichte Van Berkel mit nur neun Minuten Rückstand auf den Ironman-WM-Radstreckenrekordhalter Cameron Wurf den zweiten Wechsel und lief dann bei vergleichbarer Hitze wie auf Hawaii mit einem 2:45er-Marathon zum Sieg.

Am Donnerstag erwartet Van Berkel vorerst aber noch ein anderer Kraftakt, denjenigen des Junggesellen-Abends. «Die Kollegen haben mich schon mal wissen lassen, dass dieser anforderungsreicher als der Ironman vom Sonntag wird», sagte Van Berkel.

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