Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Istanbul-Derby nach Messerwurf abgebrochen

Der türkische Fussball hat einen nächsten Skandal. Das Cup-Halbfinal-Rückspiel zwischen Fenerbahce und Besiktas Istanbul wird nach einer Stunde beim Stand von 0:0 wegen Ausschreitungen abgebrochen.
Besiktas-Coach Senol Günes krümmt sich nach dem Messerwurf vor Schmerz auf dem Rasen (Bild: KEYSTONE/EPA/SEDAT SUNA)

Besiktas-Coach Senol Günes krümmt sich nach dem Messerwurf vor Schmerz auf dem Rasen (Bild: KEYSTONE/EPA/SEDAT SUNA)

(sda)

Der türkische Fussball hat einen nächsten Skandal. Das Cup-Halbfinal-Rückspiel zwischen Fenerbahce und Besiktas Istanbul wird nach einer Stunde beim Stand von 0:0 wegen Ausschreitungen abgebrochen.

In der aufgeheizten Atmosphäre war Besiktas-Trainer Senol Günes in der zweiten Halbzeit von einem Gegenstand am Kopf getroffen und verletzt worden. Nach Medienberichten musste eine Wunde mit mehreren Stichen genäht werden.

Mittlerweile wurde ein Mann verhaftet. Der Festgenommene gab zu, ein Messer geworfen zu haben. Er habe aber nicht bewusst auf Günes gezielt. Der Coach musste ins Spital überführt werden, wurde später aber wieder entlassen.

Die Chefs der beiden Vereine wiesen die Verantwortung für die Zwischenfälle zurück. Es sei ein "sehr trauriger Tag", sagte Besiktas-Präsident Fikret Orman. "Das sollte nicht das Bild unseres Landes in der Welt sein." Zudem sprach er von einer "Sicherheits-Schwäche" im Stadion. Spieler seien noch im Tunnel auf dem Weg zu den Umkleideräumen angegriffen worden.

Auch Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim sah seinen Klub als Opfer. Er schäme sich im Namen von Fenerbahce, dass jeder kleinste Vorfall auf dem Feld genutzt werde, um das Spiel zu unterbrechen. Yildirim kritisierte zudem, dass schon vor dem Abbruch des Spiels Gegenstände auf das Spielfeld geflogen seien und der Schiedsrichter nicht eingegriffen habe. Er sprach von einer "schmutzigen Verschwörung" gegen Fenerbahce.

Zwischenzeitlich wurden 32 weitere Fans festgenommen, 15 von Besiktas und 17 von Fenerbahce. Sie kamen aber wieder frei. Ob das Spiel wiederholt wird, ist noch nicht entschieden.

Bereits im Halbfinal-Hinspiel, das 2:2 endete, hatte es auf dem Spielfeld mehrere Gehässigkeiten gegeben. Unter anderem zeugen drei Platzverweise davon.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.