IOC-Mitglied Pound: «Fenster von drei Monaten für Olympia-Absage»

IOC-Mitglied Richard Pound schätzt, dass es noch ein dreimonatiges Zeitfenster für einen Entscheid über eine Absage der Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) wegen des Coronavirus gibt.

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Schutzmaske und olympische Ringe: Tokio bangt um die Olympischen Spiele

Schutzmaske und olympische Ringe: Tokio bangt um die Olympischen Spiele

KEYSTONE/AP/Jae C. Hong
(sda)

«Es ist ein grosser, grosser, grosser Entscheid, und man kann ihn erst treffen, wenn man verlässliche Fakten hat, auf die man sich stützen kann», sagte das dienstälteste Mitglied des IOC am Dienstag im Interview mit der US-Nachrichtenagentur AP.

Was immer das IOC auch für einen Rat bekommen sollte, eine Veranstaltung von der Grösse und dem Umfang der Olympischen Spiele «kann man nicht einfach so absagen oder verschieben», erklärte der 77-jährige Kanadier. «Man kann nicht einfach sagen, wir machen es im Oktober.» Dies würde die TV-Rechteinhaber vor grosse Probleme stellen und es würde mit den Terminkalendern von American Football, Basketball, Baseball oder des europäischen Fussballs kollidieren.

Pound hält ebenso einen Umzug der Spiele von Tokio in eine andere Stadt für fast unmöglich. «Es ist schwierig, den Ort zu verlegen, da es nur wenige Städte auf der Welt gibt, die in dieser kurzen Zeit die Ausrichtung übernehmen könnten.»

Die Athleten ermunterte Pound, trotz der ernsten Lage weiter zu trainieren. «Soweit wir alle wissen, werden Sie in Tokio sein», sagte er. «Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass es wie gewohnt weitergehen wird. Konzentrieren Sie sich also weiterhin auf Ihren Sport.» Bei den Spielen werden rund 11'000 Sportler erwartet, weitere 4400 sollen bei den Paralympics an den Start gehen, die am 25. August eröffnet werden.