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Europameister Jérémy Desplanches: «Im richtigen Moment fanden die Teile zusammen»

«Die '1' auf der Anzeigetafel und daneben mein Namen, mehr wollte ich nicht sehen», so Schwimm-Europameister Jérémy Desplanches im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Jérémy Desplanches, Europameister über 200 m Lagen, nach der Medaillenzeremonie in Glasgow (Bild: KEYSTONE/EPA/PATRICK B. KRAEMER)

Jérémy Desplanches, Europameister über 200 m Lagen, nach der Medaillenzeremonie in Glasgow (Bild: KEYSTONE/EPA/PATRICK B. KRAEMER)

(sda)

Einen Tag vor seinem 24. Geburtstag schwamm der Genfer Jérémy Desplanches in Glasgow über 200 m Lagen souverän zur Goldmedaille. Es war die erste EM-Medaille eines Schweizer Beckenschwimmers seit mehr als zehn Jahren und die erste in einer olympischen Disziplin seit 2000.

Jérémy Desplanches, wann kam der Moment an dem Sie wussten, dass Sie die Medaille auf sicher haben?

«Als ich mit meiner Hand an der Wand anschlug, mich zur Anzeigetafel umdrehte, und dann nur meinen Namen und meine Zeit sah. Wobei ich dann noch einen Moment gezögert habe, ob nicht vielleicht etwas völlig Unerwartetes geschieht. Aber dann wurde mir bewusst, dass ich wirklich gewonnen habe. Die '1' und daneben Desplanches, mehr wollte ich nicht sehen.»

Sie wollten eine Medaille gewinnen, nun wurde es gar Gold. Sind Sie überrascht?

«Ich erwartete von mir eine Medaille in Glasgow. Die Farbe war mir eigentlich egal. Aber als Charlotte (Bonnet, seine Freundin und Trainingspartnerin in Nizza - Red.) kurz vor meinem Rennen zu Gold schwamm, wollte ich es ihr gleichtun.»

Wie war Ihr Rennen?

«Ich versuchte, im Delfin sehr schnell anzugehen, ohne dass ich mich aber zu stark verausgaben wollte. In der Rücken-Lage verhielt ich mich dann eher abwartend, im Brust übernahm ich die Führung und im abschliessenden Crawl ging es nur noch darum, auf die Zähne zu beissen. Es war ein gutes und schnelles Rennen. Ich bin in starker Form und jetzt natürlich extrem zufrieden. Dass es kein Schweizer Rekord wurde, spielt keine Rolle. Nur die Medaille zählt.»

Sie haben schon vor zwei Jahren erzählt, dass in Glasgow eine Medaille Ihre Ziel sei. Erzählen Sie etwas über Ihren Weg in den letzten Monaten und Jahren.

«Nur, dass man etwas zum Ziel hat, muss nicht heissen, dass man es auch erreicht. Aber ja, ich wollte diese Medaille. Dafür habe ich korrekt und hart trainiert. Auch in das Drumherum, von der Ernährung bis zum Mentalen, habe ich viel investiert. Im richtigen Moment fanden diese Teile nun zusammen. Es war doch immerhin ein EM-Final und ein solcher lässt dir nicht viel Spielraum für Fehler oder Irrtümer. Jetzt bin ich erleichtert, dass vor den Augen meiner Familie, Freunde, Partnerin und meinem Trainer (dem Franzosen Fabrice Pellerin) alles aufgegangen ist.»

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