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HSV stemmt sich gegen den Abstieg - Real befeuert den Clasico

Der Hamburger SV will am vorletzten Spieltag ein weiteres Mal den vorzeitigen Abstieg aus der Bundesliga abwenden. In Spanien naht der sportlich fast bedeutungslose Clasico nicht ohne Nebengeräusche.
Gut gelaunt in die Schicksalsspiele: Lewis Holtby und Trainer Christian Titz verleihen dem Hamburger SV den nötigen Elan (Bild: KEYSTONE/AP/MICHAEL SOHN)

Gut gelaunt in die Schicksalsspiele: Lewis Holtby und Trainer Christian Titz verleihen dem Hamburger SV den nötigen Elan (Bild: KEYSTONE/AP/MICHAEL SOHN)

(sda/dpa/apa)

Der Hamburger SV will am vorletzten Spieltag ein weiteres Mal den vorzeitigen Abstieg aus der Bundesliga abwenden. In Spanien naht der sportlich fast bedeutungslose Clasico nicht ohne Nebengeräusche.

Hamburgs direkter Rivale Wolfsburg spielt am Samstag zeitgleich bei RB Leipzig und hat derzeit als 16. noch zwei Punkte Vorsprung auf den HSV. Auch Mainz 05 und Freiburg sind noch nicht gerettet. Aus eigener Kraft kann der HSV die Hoffnungen aber nur mit einem Sieg aufrecht erhalten. Bleibt er gegen Eintracht Frankfurt sieglos und gewinnt Wolfsburg in Leipzig, ist das Schicksal der Hanseaten besiegelt. Der erste Abstieg des letzten Bundesliga-Dinosauriers hiesse ausserdem, dass Wolfsburg nicht mehr direkt absteigen kann.

Vor dem vorläufigen Höhepunkt im Abstiegskampf setzen die beiden bedrohten Vereine auf höchst unterschiedliche Ansätze. Der Hamburger SV ruht in sich und vertraut auf die eigene Stärke, beim VfL Wolfsburg herrscht Aktionismus. In der Vorbereitung auf den vorletzten Showdown reisten die Wolfsburger in ein Kurztrainingslager nach Thüringen. Doch selbst dabei ging etwas schief: Beim Parkieren rollte der Teambus so unglücklich über einen Randstein, dass Teile der Verkleidung am Bus abfielen.

Da ist die Stimmung bedeutend besser beim HSV. Passend dazu steht Nicolai Müller gerade noch rechtzeitig vor seinem Comeback, wenn auch nur als Joker. Der torgefährlichste Offensivspieler der Hamburger stand bis vor kurzem als Symbol für die Pannen-Saison, weil er sich vor achteinhalb Monaten beim geglückten Saisonstart beim Torjubel einen Kreuzbandriss hatte.

Clasico ohne Real-Spalier

In Spanien steht am Sonntagabend (20.45 Uhr) ein fussballerischer Leckerbissen auf dem Programm. Für den Ausgang der spanischen Meisterschaft ist der Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid praktisch bedeutungslos. Dennoch liegt vor dem Schlagabtausch einiges an Spannung in der Luft.

Für Double-Gewinner Barcelona geht es vor allem darum, die Liga ohne Niederlage zu beenden, was seit den 1930er-Jahren keinem spanischen Klub mehr gelungen ist. Der Champions-League-Finalist aus Madrid möchte im Finish noch den Stadtrivalen Atlético überholen. Und er wird dem neuen Meister nicht Spalier stehen, so wie es die Tradition eigentlich verlangen würde.

Sergio Ramos bestätigte, dass die Mannschaft auf Anordnung von Zinédine Zidane darauf verzichtet. "Was Zidane sagt, ist wie das Evangelium", erklärte der Real-Verteidiger. "Barça hat den Titel - das ist, was sie wollten. Aber es wird kein Spalier geben, Punkt."

Juventus zum siebten?

Juventus Turin steht in der Serie A nach Napolis Ausrutscher in der Vorwoche vor dem nächsten Meisterstück. Am Wochenende könnte der Serienmeister aus Turin den siebten "Scudetto" in Folge bereits einfahren. Gewinnt Juve am Samstag das Heimspiel gegen Bologna und verliert Napoli am Sonntag zu Hause gegen Torino, ist das Titelrennen in Italien entschieden.

Bei vier Zählern Vorsprung auf Napoli kann sich Juventus in den ausstehenden drei Saisonspielen selbst eine Niederlage leisten. Diese droht noch am ehesten im Auswärtsspiel bei der AS Roma in der vorletzten Runde. Zu Hause warten mit Bologna und danach noch Hellas Verona zwei Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Napoli, das sich nach dem 1:0 in Turin vor zwei Wochen bereit für den Angriff sah, läuft dem Titelverteidiger nach dem 0:3 in Florenz in der Tabelle wieder hinterher.

Nicht unbedingt für die Süditaliener spricht auch, dass es laut Medienberichten hinter den Kulissen keine Einigung mit Trainer Maurizio Sarri über einen Langzeitvertrag gab. Der 59-Jährige könnte Napoli gemäss Spekulationen trotz eines bis 2020 gültigen Kontrakts Ende Saison verlassen. Bei Juventus ist die Zukunft von Torhüter-Legende Gianluigi Buffon weiterhin ungeklärt. Der Vertrag des 40-Jährigen läuft aus, der Verein hat ihm bisher noch kein weiteres Angebot vorgelegt.

Chelseas letzte Chance und Wengers Derniere

In England spielt der gefallene Meister Chelsea im Schlagerspiel des vorletzten Spieltags um seine letzte Chance auf die Champions League. Der Tabellenfünfte liegt vor dem Duell am Sonntag mit Champions-League-Finalist Liverpool sechs Punkte hinter den Reds und fünf hinter Tottenham. Im Fall einer Niederlage wäre der Zug für die Equipe von Coach Antonio Conte wohl abgefahren.

Zeitgleich mit dem Schlager tritt Arsenal zu seinem letzten Liga-Heimspiel unter Coach Arsène Wenger an. Nach dem Out im Europa-League-Halbfinal gegen Atlético Madrid steht die Partie ganz im Zeichen eines versöhnlichen Abschieds des Franzosen.

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