Hischier leitet Wende ein - Josi nicht

Nico Hischier geht bei New Jerseys 4:3-Sieg nach Verlängerung in Montreal als Matchwinner vom Feld. Roman Josi bleibt mit Nashville (2:7 gegen Chicago) trotz zwei Toren dagegen nur Frust.

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Grosser Frust: Roman Josi und Nashville befinden sich aktuell in der Krise (Bild: KEYSTONE/AP/DAVID ZALUBOWSKI)

Grosser Frust: Roman Josi und Nashville befinden sich aktuell in der Krise (Bild: KEYSTONE/AP/DAVID ZALUBOWSKI)

(sda)

Hischier erlebte mit den New Jersey Devils im Osten Kanadas gleich in verschiedener Hinsicht einen gelungenen Abend. Erstmals in dieser Saison glückten dem 20-jährigen Stürmer in einer Partie ein Tor und ein Assist - wobei beide Aktionen von grossem Stellenwert für die Devils waren. Zwei Sekunden vor Ende des Mitteldrittels stand der Walliser mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 in Unterzahl am Anfang der Wende der Devils, nach eineinhalb Minuten der Verlängerung leitete er die Entscheidung durch Kyle Palmieri mit einem Pass auf Taylor Hall ein.

Für Hischier, seinen Landsmann Mirco Müller und die Devils ist der hart erkämpfte Sieg Balsam auf die angeschlagene Moral. Nach schwachem Start in die Saison konnte mit Montreal auswärts eines der Topteams der Eastern Conference bezwungen werden, das zuletzt drei Siege in Folge aneinander gereiht hatte.

Trotz einer starken individuellen Performance erlebte Roman Josi als Captain der Nashville Predators einen Abend zum Vergessen. Vor heimischen Fans liess sich die Franchise aus dem US-Bundesstaat Tennessee von den Chicago Blackhawks mit 2:7 demontieren. Beide Tore für das Heimteam erzielte der Berner Captain Josi. Zu Beginn des Schlussdrittels verkürzte der 29-Jährige nach einem Abpraller auf 1:4, eine Minute vor Schluss schoss er aus spitzem Winkel zum Endstand von 2:7 ein. Die Lust, seinen 100. Treffer in der besten Hockeyliga der Welt zu feiern, hatte Verteidiger Josi da längst verloren. Ohne Regung im Gesicht nahm Josi sein Jubiläumstor zur Kenntnis.

«Verteidigen ist ein Fünf-Mann-Job», sagte der Jubilar nach der Partie über die teils desolate Verteidigungsarbeit seines Teams. Auch bei jüngsten Niederlage vermochte besonders die Abwehr nicht zu überzeugen. 22 Gegentreffer kassierten die Predators bei ihrer nun vier Spiele währenden Niederlagenserie. «Wir müssen sicherstellen, dass wir alle zusammen verteidigen, alle gemeinsam zurückkommen, gemeinsam kämpfen. Heute haben wir nichts davon getan», führte der Captain weiter aus.