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Hirschers Demonstration und Yules zweiter Podestplatz des Winters

Marcel Hirscher meldet sich im Nachtrennen von Schladming imposant zurück. Der Salzburger triumphiert überlegen vor Alexis Pinturault und dem Walliser Daniel Yule. Ramon Zenhäusern wird Vierter.
V.l.n.r.: Alexis Pinturault (FRA/2. Platz), Marcel Hirscher (AUT/1. Platz) und Daniel Yule (SUI/3. Platz) in Schladming. (Bild: KEYSTONE/APA/HERBERT NEUBAUER)

V.l.n.r.: Alexis Pinturault (FRA/2. Platz), Marcel Hirscher (AUT/1. Platz) und Daniel Yule (SUI/3. Platz) in Schladming. (Bild: KEYSTONE/APA/HERBERT NEUBAUER)

(sda)

Auf dem Weg zu seinem zehnten Saisonsieg und dem dritten Weltcup-Triumph auf der legendären Planai hatte Hirscher die Konkurrenz bereits im ersten Lauf um 99 Hundertstel und mehr distanziert. Vor mehr als 40'000 Zuschauern verteidigte er das Polster im zweiten Durchgang souverän. In der Endabrechnung betrug seine Reserve auf den Franzosen Pinturault 1,21 Sekunden.

Es war dies Hirschers 32. Weltcupsieg im Slalom und der 68. insgesamt. Während der österreichische Dominator auf seine zwei sieglosen Slaloms mit einer Demonstration seines Könnens reagierte, hielten auch Daniel Yules und Ramon Zenhäuserns Nerven dem ohrenbetäubenden Lärm im zweiten Durchgang stand. Nur weil Pinturault glänzte und Hischer dominierte, standen die beiden Schweizer nicht ganz zuvorderst.

Loïc Meillard kam derweil nicht wie gewünscht auf Touren. Der 22-jährige designierte Schweizer Siegfahrer handelte sich im ersten Lauf einen Rückstand von 2,79 Sekunden auf Hirscher ein und verbesserte sich im zweiten Durchgang zumindest um fünf Ränge auf Platz 18, unmittelbar vor dem erneut überzeugenden Tanguy Nef.

Gerissen ist derweil Clément Noëls Siegesserie. Der 21-jährige französische Senkrechtstarter, der zuletzt in Wengen und Kitzbühel triumphiert hat, fädelte im ersten Lauf bereits nach sechs Fahrsekunden ein.

Enttäuschend verlief das Rennen auch für Luca Aerni. Der Kombinations-Weltmeister von 2017 schied, ebenfalls vor der Halbzeit-Zäsur, nach dürftigen Zwischenzeiten aus und verpasste damit die WM-Vorgabe von zwei Top-15-Rängen ebenso wie Marc Rochat, Sandro Simonet sowie Reto Schmidiger. Rochat und Simonet schieden wie Aerni aus, Schmidiger schaffte es nicht unter die ersten 30.

Marcel Hirscher zeigt der Konkurrenz in Schladming die Zähne (Bild: KEYSTONE/AP/SHINICHIRO TANAKA)

Marcel Hirscher zeigt der Konkurrenz in Schladming die Zähne (Bild: KEYSTONE/AP/SHINICHIRO TANAKA)

Das vierte Schweizer WM-Ticket im Slalom dürfte deshalb an Tanguy Nef gehen. Der in den USA studierende Genfer, der vor dem WM-Slalom am 17. November in Are noch Prüfungen zu absolvieren hat, klassierte sich in seiner ersten Weltcupsaison zum dritten Mal im sechsten Rennen in den Punkten. Nach den Schlussrängen 11 und 13 in Levi und Zagreb machte der 22-Jährige diesmal im zweiten Durchgang zehn Plätze gut.

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