Sports Awards: Harte Konkurrenz für Rekordsieger Roger Federer

Zahlreiche Schweizer Sportler haben 2018 Ausserordentliches geleistet, deshalb präsentiert sich das Feld der Nominierten für die Credit Suisse Sports Awards vom Sonntag hochkarätig wie selten zuvor.

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Vierte olympische Goldmedaille: Dario Cologna avancierte in Pyeongchang zum erfolgreichsten Schweizer Winter-Olympioniken (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
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Ramon Zenhäusern brillierte mit Silber im Slalom und Gold im Teamwettkampf (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
Rekordsieger Roger Federer empfiehlt sich mit dem Gewinn seines 20. Grand-Slam-Titels am Australian Open und der temporären Rückkehr an die Weltranglisten-Spitze für eine achte Auszeichnung (Bild: KEYSTONE/EPA AAP/LUKAS COCH)
Bei den Frauen hat Wendy Holdener mit ihrem kompletten Olympia-Medaillensatz gewichtige Argumente für die Auszeichung (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
Stammgast bei der Wahl zum Schweizer Sportler des Jahres: Mountainbike-Dominator Nino Schurter lieferte auch 2018 ab - u.a. mit Gold an der Heim-WM auf der Lenzerheide (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Beat Feuz kehrte mit einer silbernen und einer bronzenen Olympiamedaille aus Südkorea zurück (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Jeannine Gmelin freute sich 2018 über EM-Gold im Rudern (Bild: KEYSTONE/EPA/ROBERT PERRY)
Mujinga Kambundji ist die schnellste Sprinterin der Schweiz (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
Daniela Ryf triumphierte zum vierten Mal in Folge an der Ironman-WM auf Hawaii und blieb 2018 ungeschlagen (Bild: KEYSTONE/FRE 132414 AP/MARCO GARCIA)
Lea Sprunger realisiert ihren Triumph an der Leichtathletik-EM über 400 m Hürden (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)
Michelle Gisin (im Bild mit Wendy Holdener) steht als Olympiasiegerin in der Kombination zur Wahl (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Vierte olympische Goldmedaille: Dario Cologna avancierte in Pyeongchang zum erfolgreichsten Schweizer Winter-Olympioniken (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

(sda)

Neben zahlreichen Medaillengewinnern der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang stehen an den diesjährigen Wahlen Welt- und Europameister, Grand-Slam-Sieger sowie weitere Champions, die in ihren Sportarten aussergewöhnliche Leistungen erbracht haben, zur Auswahl.

Unter ihnen befindet sich auch Mountainbiker Nino Schurter. Der Bündner gewann in der abgelaufenen Saison zum sechsten Mal den Weltcup und krönte seine starke Saison an der Heim-WM in Lenzerheide mit dem siebten WM-Titel. Der Olympiasieger von 2016 prägt die Cross-Country-Szene seit bald zehn Jahren und gehört deshalb an der alljährlich stattfindenden Sportgala zu den Stammgästen. Mit einer Ausnahme (2010) war Schurter seit 2008 immer unter den Nominierten für die Wahl zum Sportler des Jahres. Zum Sieg gereicht hat es ihm aber nie.

Zuletzt stand ihm Zeitfahr-Olympiasieger Fabian Cancellara und im vergangenen Jahr Roger Federer vor der Sonne. Federer holte den Award schon sieben Mal und ist damit Rekordsieger. Der Superstar der Tennisszene kann sich auch heuer wieder gute Chancen auf den Sieg ausrechnen. Mit seinem 20. Grand-Slam-Titel am Australian Open sowie der Rückeroberung der Weltranglistenspitze und dem damit verbundenen Rekord für die älteste Nummer 1 der Tennisgeschichte liefert der Baselbieter starke Argumente.

Mit Dario Cologna (Sportler des Jahres 2013) befindet sich ein weiterer ehemaliger Preisträger unter den sechs nominierten Männern. Der Langläufer aus dem Münstertal schloss im Februar mit dem Gewinn seiner insgesamt vierten Olympia-Goldmedaille in der ewigen Bestenliste zu Simon Ammann auf und avancierte zum erfolgreichsten Schweizer Winter-Olympioniken aller Zeiten. Auch Beat Feuz (Silber im Super-G und Bronze in der Abfahrt) und Ramon Zenhäusern (Silber im Slalom und Gold im Teamwettkampf) kehrten mit olympischen Medaillen aus Südkorea zurück. Das Feld komplettiert Spitzen-Handballer Andy Schmid, der einzige Mannschaftssportler unter den Nominierten.

Kann Wendy Holdener nachdoppeln?

Mit Vorjahressiegerin Wendy Holdener und Daniela Ryf stehen auch bei den Frauen zwei frühere Preisträgerinnen zur Auswahl. Holdener bringt mit einem kompletten Medaillensatz von den Olympischen Spielen in Südkorea ebenso gewichtige Argumente für einen neuerlichen Sieg mit wie Triathletin Ryf, die Sportlerin des Jahres 2015, die im Oktober zum vierten Mal in Folge die Ironman-WM auf Hawaii gewann und das Jahr ungeschlagen beendete. Herausgefordert wird das Duo von der Kombinations-Olympiasiegerin Michelle Gisin, deren ältere Schwester Dominique 2014 als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet wurde, den beiden Europameisterinnen Lea Sprunger (Leichtathletik) und Jeannine Gmelin (Rudern) sowie Mujinga Kambundji, der schnellsten Sprinterin der Schweiz.

Vier weitere Awards

Insgesamt werden in der TV-Show am Sonntagabend sechs Awards vergeben. Als Team des Jahres nominiert sind die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft (WM-Silber), das alpine Ski-Team (Olympia-Gold) und der Schweizer Fussball-Meister BSC Young Boys. Deren Meistercoach Adi Hütter steht zusammen mit den beiden Nationaltrainern Patrick Fischer (Eishockey) und Bruno Diethelm (Mountainbike) in der Kategorie Trainer des Jahres zur Auswahl.

In der Kategorie Behindertensportler des Jahres wird Seriensieger Marcel Hug von Théo Gmür und Manuela Schär herausgefordert. In der Sparte Newcomer des Jahres fällt die Wahl entweder auf den Schwimmer Jérémy Desplanches, den Radsportler Marc Hirschi oder den Leichtathlet Julien Wanders.

Lo & Leduc spannen mit Hoarau zusammen

Die von Sandra Studer und Rainer Maria Salzgeber moderierte Gala ist ab 20.10 Uhr auf SRF 1, RTS Deux und RSI LA 2 zu sehen. Musikalisch umrahmt werden die Sports Awards vom englischen Pop-Star James Blunt, der Pop-Folkband Wintershome aus Zermatt sowie den Berner Mundartmusikern Lo & Leduc, die für einmal gemeinsam mit YB-Stürmer Guillaume Hoarau auftreten werden.