Hans Kossmanns SCB schlägt den Leader

Meister Bern feiert gegen Leader Zug einen wichtigen 2:1-Sieg. Dank der drei Punkte bleiben die Berner an den Playoff-Plätzen dran und holen sich zudem viel Selbstvertrauen.

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Hans Kossmann feierte mit Bern den zweiten Sieg im vierten Spiel

Hans Kossmann feierte mit Bern den zweiten Sieg im vierten Spiel

KEYSTONE/MARCEL BIERI
(sda)

Am Dienstag im ersten Spiel gegen ein Spitzenteam in dieser Woche waren die Berner beim 3:4 nach Verlängerung bereits nahe am Sieg gewesen. Nun klappte es einen Spieltag später ausgerechnet gegen den Leader. Die Berner wandelten im Mitteldrittel einen 0:1-Rückstand (14.) in einen 2:1-Sieg um.

Captain Simon Moser (32.) und im Powerplay Andrew Ebbett (39.) schossen die Tore. Der Ausgleich von Moser war symptomatisch für den kämpferisch starken Berner Auftritt an diesem Abend. Drei Spieler setzten hinter dem gegnerischen Tor die Zuger Abwehr unter Druck und eroberten sich die Scheibe. Jan Mursak bediente schliesslich den frei vor dem Tor stehenden Moser, der kurz zuvor mit einem kernigen Check noch den Angriff ausgelöst hatte.

Der Treffer und die Leistung insgesamt dürfte Hans Kossmann gefallen haben. Seine Spieler setzten erstmals genau das um, was er von ihnen verlangt hat. Es war ein starkes Zeichen des Meisters, der in den Partien gegen die beiden Spitzenteams ZSC Lions und Zug nun immerhin vier Punkte holte.

Zug führte lange Zeit die feinere Klinge und ging nach knapp 14 Minuten verdient in Führung. Der Treffer ging auf das Konto des Norwegers Andreas Martinsen, der in seinem zweiten Spiel für den EVZ erstmals erfolgreich war. Am Ende mussten die Zuger im vierten Duell gegen Bern in dieser Saison aber die erste Niederlage hinnehmen - auch weil sie mit einem Pfosten- und Lattenschuss etwas Pech bekundeten.

Telegramm

Bern - Zug 2:1 (0:1, 2:0, 0:0)

15'999 Zuschauer. - SR Hebeisen/Mollard, Kovacs/Wolf. - Tore: 14. Martinsen 0:1. 32. Moser (Mursak) 1:1. 39. Ebbett (Rüfenacht/Ausschluss Zgraggen) 2:1. - Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Rüfenacht) gegen Bern, 8mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Hofmann.

Bern: Karhunen; Untersander, Beat Gerber; Andersson, Blum; Krueger, Burren; Henauer, Colin Gerber; Mursak, Arcobello, Scherwey; Pestoni, Ebbett, Praplan; Jeremi Gerber, Rüfenacht, Moser; Berger, Heim, Kämpf.

Zug: Genoni; Diaz, Morant; Geisser, Alatalo; Schlumpf, Zgraggen; Thiry, Zryd; Martschini, Lindberg, Martinsen; Klingberg, Kovar, Hofmann; Simion, Albrecht, Bachofner; Langenegger, Leuenberger, Zehnder.

Bemerkungen: Bern ohne Grassi, Sciaroni, Bieber (alle verletzt) und MacDonald, Zug ohne Thorell (beide überzählige Ausländer), Schnyder und Senteler (beide verletzt). Pfostenschüsse Simion (29.) und Rüfenacht (58.). Lattenschuss Hofmann (49.). Timeouts Bern (52.) und Zug (57:05). Zug ab 57:05 ohne Torhüter.