Hamilton mit knappem Vorsprung auf Bottas

Lewis Hamilton sichert sich zum siebten Mal die Pole-Position für den Grand Prix von Italien in Monza. Der Weltmeister schlägt Valtteri Bottas im anderen Mercedes knapp.

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Lewis Hamilton startet zum siebten Mal in Monza von ganz vorne

Lewis Hamilton startet zum siebten Mal in Monza von ganz vorne

KEYSTONE/AP/Lars Baron
(sda)

Der neueste Eingriff der Verantwortlichen des Internationalen Automobil-Verbandes FIA ins Formel-1-Reglement hatte der direkten Konkurrenz des Teams Mercedes Mut gemacht. Die Verfügung, pro Grand-Prix-Wochenende nur noch einen Motor-Modus zuzulassen, sollte wieder etwas Abwechslung in den Kampf um die Startplätze bringen.

Die Hoffnung erfüllte sich zumindest im ersten Qualifying ohne das Zuschalten zusätzlicher Pferdestärken nicht. Das Duo von Mercedes bewegte sich wie gewohnt in eigenen Sphären. Spannung generierte einzig das interne Duell der Fahrer in den schwarzen Autos. Hamilton behielt schliesslich mit 69 Tausendsteln Vorsprung die Oberhand. Dahinter klaffte die üblich grosse zeitliche Lücke. Der drittplatzierte Carlos Sainz im McLaren lag über acht Zehntel hinter dem Engländer zurück, der hinter Sergio Perez im Racing Point fünftklassierte Max Verstappen im Red Bull schon mehr als neun Zehntel.

Hamilton steht zum sechsten Mal in diesem Jahr ganz vorne in der Startaufstellung. Zum 68. Mal hat er das in Diensten von Mercedes geschafft, genau so oft also wie Michael Schumacher in seiner gesamten Karriere. Hamilton seinerseits ist nun bei 94 Pole-Positions angelangt; die ersten 26 hatte er als Fahrer von McLaren erreicht.

Kimi Räikkönen überstand zum zweiten Mal in der laufenden Saison die Auftaktrunde. Der Finne, dem das auch Mitte August in der Qualifikation für den Grand Prix von Spanien gelungen war, startet wie in Montmeló von Platz 14. Räikkönens Teamgefährte Antonio Giovinazzi blieb Startposition 18.

Die Fahrer in den auf Motorenseite schwachbrüstigen Ferrari erlebten auf dem Hochgeschwindigkeitskurs das befürchtete Debakel. Vorjahressieger Charles Leclerc und Sebastian Vettel müssen sich für das Heimrennen ihres Arbeitgebers mit den Startplätzen 13 und 17 bescheiden.

Der Deutsche machte für sein miserables Abschneiden den starken Verkehr auf der Strecke gegen Ende des ersten Teils der Qualifikation mitverantwortlich. Für den letzten Versuch einer schnellen Runde hatte sich ein Pulk gebildet. Die Absicht eines jeden Fahrers, vom Windschatten eines vorausfahrenden Autos profitieren zu können, hatte die Rudelbildung verursacht. Fahren im Windschatten soll in Monza gemäss Berechnungen rund eine halbe Sekunde Zeitgewinn pro Runde bringen.

Monza. Grand Prix von Italien. Startaufstellung: 1 Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 1:18,887 (264,362 km/h). 2 Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 0,069 zurück. 3 Carlos Sainz (ESP), McLaren-Renault, 0,808. 4 Sergio Perez (MEX), Racing Point-Mercedes, 0,833. 5 Max Verstappen (NED), Red Bull-Honda, 0,908. 6 Lando Norris (GBR), McLaren-Renault, 0,933. 7 Daniel Ricciardo (AUS), Renault, 0,977. 8 Lance Stroll (CAN), Racing Point-Mercedes, 1,162. 9 Alexander Albon (THA), Red Bull-Honda, 1,203. 10 Pierre Gasly (FRA), AlphaTauri-Honda, 1,290. - Nach dem zweiten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 11 Daniil Kwjat (RUS), AlphaTauri-Honda. 12 Esteban Ocon (FRA), Renault. 13 Charles Leclerc (MON), Ferrari. 14 Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo-Ferrari. 15 Kevin Magnussen (DEN), Haas-Ferrari. - Nach dem ersten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 16 Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari. 17 Sebastian Vettel (GER), Ferrari. 18 Antonio Giovinazzi (ITA), Alfa Romeo-Ferrari. 19 George Russell (GBR), Williams-Mercedes. 20 Nicholas Latifi (CAN), Williams-Mercedes. - 20 Fahrer im Qualifying. - Tagesbestzeit: Hamilton im dritten Teil.