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Wenn der Champions-League-Halbfinalist plötzlich in der Qualifikation landet

Das Wort zur Champions League
Markus Brütsch
Linus Hallenius (rechts) im Trikot des FC Aarau (Bild: key)

Linus Hallenius (rechts) im Trikot des FC Aarau (Bild: key)

Erinnern Sie sich an Linus Hallenius? An den Stürmer aus Schweden, der 2013 für eine Saison beim FC Aarau unter Vertrag stand, wegen Ladehemmung aber wieder gehen musste. Dabei hatte derselbe Spieler drei Jahre zuvor bewiesen, wie gut er eigentlich kicken kann. Man braucht(e) sich nur das YouTube-Video aus dem Jahr 2010 anzuschauen, als Hallenius noch für Hammarby spielte. Zuerst überlupft er einen Gegner und hämmert dann die Kugel aus spitzem Winkel in den Winkel. Wie weiland Marco van Basten im EM-Final gegen Russland.

Was dieser Hallenius mit der Champions League zu tun hat? Nun, im Sommer hat der inzwischen 30-Jährige auf der Ferieninsel Zypern bei Apoel Nikosia angeheuert und spielt jetzt in den Playoffs um den Einzug in die Königsklasse. Hier werden die letzten sechs Tickets zur Champions League ausgemacht. Ob in Cluj, Linz, Zagreb , Rosenborg, Bern, Belgrad, Nikosia oder Amsterdam: Alle wissen, welch üppiger Geldsegen auf sie niederprasselt, falls der letzte Schritt ins Fussballparadies gelingt.

Und Hallenius? Wie stehen seine Chancen? Während YB am Mittwoch zu Hause gegen Roter Stern Belgrad spielt, treffen Apoel und Hallenius bereits heute Abend auf Ajax. Wer sich wundert, weshalb die Helden der letzten Saison überhaupt durch die Mühlen einer Qualifikation müssen, dem sei gesagt: Der Länder-Koeffizient der Uefa ist unerbittlich. Weil Holland im Ranking vor einem Jahr noch zwei Plätze hinter der Schweiz auf Rang 14 klassiert war, musste Ajax sogar schon in der dritten Qualifikationsrunde antreten, wo es sich gegen Paok Saloniki nur mit Mühe (5:4) durchsetzte. Mit Frenkie de Jong und Mathijs de Ligt haben die Amsterdamer halt auch ihre besten Spieler verloren.

Apoel und Hallenius wittern ihre Chance. Der Schwede weiss: Noch so ein Tor wie vor neun Jahren, und die Fussballwelt, zumindest die zypriotische, läge ihm zu Füssen. Ajax-Legende Van Basten, der sicher auch zuschauen wird, fände es zwar auch schön, aber jubeln würde er eher nicht.

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