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Halfpipe-Snowboarder zwischen WM-Medaillen und Neuanfang

Die Schweizer Halfpipe-Snowboarder starten unter verschiedenen Vorzeichen in die neue Saison. Nach missglückter Olympia-Saison mit zwei schweren Stürzen soll an der WM die Revanche folgen.
Schweizer Trumpf in Abwesenheit von Iouri Podladtchikov: Pat Burgener, hier am Laax Open im Januar, verfügt über das nötige Trick-Repertoire für Topklassierungen (Bild: KEYSTONE/MANUEL LOPEZ)

Schweizer Trumpf in Abwesenheit von Iouri Podladtchikov: Pat Burgener, hier am Laax Open im Januar, verfügt über das nötige Trick-Repertoire für Topklassierungen (Bild: KEYSTONE/MANUEL LOPEZ)

(sda)

Von der letzten Saison der Schweizer Halfpipe-Snowboarder blieben da diese zwei Daten: Der 20. und der 28. Januar 2018. Es sind die Daten der schweren Stürze von David Hablützel und Iouri Podladtchikov. Zwei Tage, zwei Stürze, deren Folgen bis heute nachhallen. Beide mussten aufgrund ihrer Verletzungen für die Olympischen Spiele Forfait erklären. Bei Hablützel folgte auf den Crash am Laax-Open auf diese Saison hin ein Neuaufbau, bei Podladtchikov stand nach dem bei seinem Sturz erlittenen Schädel-Hirn-Trauma mit mehrfachen Blutungen ein mögliches Karriereende zur Debatte.

Entsprechend sorgte Anfang der Woche ein Artikel der NZZ für Wirbel. Dieser machte bekannt, dass Podladtchikov beim Saisonauftakt dieses Wochenende in Colorado fehlen werde - wegen gesundheitlicher Beschwerden. In einem Communiqué gab Swiss-Ski Entwarnung: Bauchschmerzen haben den Start des 30-Jährigen beim Saisonauftakt in Copper Mountain verhindert, sein Comeback folgt am Wettkampf vom 20. bis 22. Dezember im chinesischen Secret Garden.

Statt einer befürchteten Hiobsbotschaft also die Verspätungsmeldung: Der Olympiasieger von 2014 nimmt den WM-Winter nach zehnmonatiger Pause doch noch vor Weihnachten auf. Er ist ein wichtiges Puzzle-Teil von Cheftrainer Pepe Regazzi, wenn dieser vom Winter der Revanche spricht. «Mit diesem Team muss an den Weltmeisterschaften eine Medaille das Ziel sein», sagt Regazzi. Neben Podladtchikov, der nach seinem Sturz an den X-Games «wie ein Besessener auf das Comeback hingearbeitet hat», sieht Regazzi die grössten Chancen auf Podiumsplätze bei Pat Burgener. Beide verfügen über ein Repertoire an Tricks, das zu Topklassierungen reichen könnte.

Während Podladtchikov und Burgener bereits der Spitze angehören, sollen Jan Scherrer und Hablützel den nächsten Schritt in diese Richtung gehen. Für Letzteren wird diese Saison allerdings auch ein Neustart sein. Der 22-Jährige hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Stürzen und daraus folgenden Verletzungen zu kämpfen. «Passieren solche Stürze, hat es einen Grund», so Regazzi. Er hat mit Hablützel deshalb «eine Gesamtanalyse» vorgenommen und den Neuaufbau begonnen. «Eine solche Reflexion kostet viel Kraft, da man die eigenen Defizite erkennen muss», weiss Regazzi, «aber sie bringt einen weiter.»

Der Jüngste der Halfpipe-Crew kann dabei von den Erfahrungen seiner Kollegen profitieren. Burgener durchlebte vor ein paar Jahren Ähnliches. Der 24-jährige Waadtländer verpasste die Olympischen Spiele 2010 und 2014 wegen Verletzungen, stand an der Schwelle zum Rücktritt und entschied sich für den Neustart. Es folgten die WM-Bronzemedaille in der Halfpipe 2017 in der Sierra Nevada und der 5. Rang an den Olympischen Spielen in Pyeonchang.

In Copper Mountain steht für das Schweizer Team der erste von drei Weltcup-Events an, der im Vorfeld der WM als Gradmesser dienen soll. Die WM-Hauptprobe findet vom 15. bis 19. Januar auf Schweizer Boden in Laax statt. Geht es nach den Schweizer Halfpipe-Snowboardern, bleibt auch von dieser Saison ein Datum in Erinnerung: der 8. Februar 2019. Dieser Tag, an dem von der «Revanche der Schweiz» berichtet werden soll. Es ist der Tag des WM-Finals in Park City im US-Bundesstaat Utah.

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