Graubünden sagt den Engadiner Skimarathon ab

Der Engadiner Skimarathon ist wegen des Coronavirus abgesagt, wie die Bündner Kantonsregierung am Donnerstag bekannt gab. Er hätte am 8. März stattfinden sollen. Am grössten Breitensportanlass der Schweiz nehmen jährlich etwa 14'000 Sportlerinnen und Sportler teil.

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Fällt dieses Jahr wegen dem Coronavirus aus: Der Engadiner Skimarathon, hier ein Bild aus dem Jahr 2012.

Fällt dieses Jahr wegen dem Coronavirus aus: Der Engadiner Skimarathon, hier ein Bild aus dem Jahr 2012.

KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA
(sda)

Bisher fand der Marathon einzig aus Wettergründen nicht statt, wenn etwa die Seen nicht zugefroren waren. Auch andere Anlässe von überregionalem Charakter im Kanton werden von den Behörden in Graubünden abgesagt.

Vorerst betroffen sind die Regionen Maloja, Bernina, Oberengadin, Val Müstair und Moesa. Das Verbot gilt bis zum 8. März. Für andere Teile Graubündens empfiehlt das Gesundheitsamt einen Verzicht auf Anlässe.

Den Zustand der beiden Kinder, bei denen im Kanton das Coronavirus nachgewiesen wurde, bezeichnete die Regierung vor den Medien in Chur als gut. Sie seien vorsorglich im Spital. Die beiden Kinder gehören zu einer italienischen Familie, welche im Oberengadin zu Gast war.

Sie zeigen Symptome. Ihre Hospitalisierung erfolgte aufgrund der Weisungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Isolierung von betroffenen Personen. Im Rahmen des Kontaktmanagements wurden vier Personen zur Beobachtung unter Quarantäne gestellt, davon sind zwei als engste Bezugspersonen der betroffenen Kinder ebenfalls im Spital. Die Testergebnisse dieser Personen sind noch ausstehend.