Goalie Schlegel geht von Bern nach Lugano – der nächste Eklat ist vorprogrammiert

Goalie Niklas Schlegel (25) wechselt per sofort mit einem Vertrag bis 2021 innerhalb der National League vom SC Bern zu Lugano.

Klaus Zaugg
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SCB-Goalie Niklas Schlegel (links) nimmt einen neuen Anlauf bei Lugano

SCB-Goalie Niklas Schlegel (links) nimmt einen neuen Anlauf bei Lugano

KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

Torhüter Niklas Schlegel, 25, wechselt per sofort mit Vertrag bis 2021 vom SC Bern zu Lugano. Damit ist klar: Diese und nächste Saison bilden er und Sandro Zurkirchen, 29, das Goalie-Duo bei Lugano. Es ist die Chance für den ehemaligen ZSC- und SCB-Goalie, seine Karriere doch noch zu retten. In Bern ein Lottergoalie zu sein, heisst noch lange nicht, für immer ein Lottergoalie zu sein.

Beim SCB wird bis zum Saisonende der finnische Torhüter Tomi Karhunen, 30, die Nummer 1. Da Pascal Caminadas Vertrag ausläuft, zeichnet sich ab, dass der SCB nächste Saison mit einem ausländischen Torhüter plus Philip Wüthrich (diese Saison in Langenthal) bestreiten wird. Wird Trainer Kari Jalonen bereit sein, 15 bis 20 Spiele einen Import-Goalie auf die Tribüne zu setzen, um Philip Wüthrich, 21, einzusetzen? Die Antwort ist jetzt schon klar: Sicher nicht. Der Eklat und eine «Flucht» von Wüthrich zur Konkurrenz, wie die von Schlegel, ist vorprogrammiert. Langenthals Meister-Torhüter braucht Spielpraxis in der höchsten Liga. Sonst gerät er in eine Sackgasse. Die Lösung mit einem ausländischen Torhüter ist so oder so teuer: Der SC Bern braucht von allem Anfang an fünf Ausländer. Spielt der Import-Goalie nicht, braucht es vier ausländische Feldspieler. Eine Lösung des Goalieproblems ist ohnehin erst für die übernächste Spielzeit, also 21/22, möglich: Die Verträge von Ivars Punnenovs, 25, Langnaus lettischem Nationalgoalie mit Schweizer Lizenz und Rapperswil-Jonas Nationaltorhüter Melvin Nyffeler, 24, laufen erst 2021 aus. Sie sind die einzigen Schweizer Torhüter, die gut genug sind, um die Nummer 1 in Bern oder Biel zu sein. So ist nur logisch, dass es Langnaus Sportchef Marco Bayer noch nicht gelungen ist, vorzeitig mit Ivars Punnenovs zu verlängern.