GC drängt auf Geisterspiele

Die in die Challenge League relegierten Grasshoppers wollen die Saison unbedingt sportlich beenden.

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Die von Goran Djuricin trainierten Grasshoppers wollen die Saison ordentlich beenden

Die von Goran Djuricin trainierten Grasshoppers wollen die Saison ordentlich beenden

KEYSTONE/ENNIO LEANZA
(sda)

Auf der Vereinswebsite hat der Rekordmeister ein Statement veröffentlicht, in dem er sich klar für einen Saison-Neustart und Geisterspiele ausspricht. «GC möchte sportlich die Chance wahrnehmen können, in die Super League zurückzukehren», schreibt der Zürcher Klub im Communiqué.

Mit einer Absage würde sich der Schweizer Spitzenfussball «ins eigene Bein schiessen und selber grossen Schaden zufügen», warnt GC. Denn ein Abbruch der Saison würde finanziell schwerer wiegen als deren Fortsetzung. «TV-Gelder und Platzierungsprämien würden wegfallen, Sponsoringvereinbarungen könnten nicht eingehalten werden und die Transferwerte der Spieler würden ins Bodenlose sinken», lassen die Verantwortlichen der Grasshoppers verlauten. Zudem warnen die Grasshoppers die Liga im Fall eines Abbruches vor juristischen Nachspielen. Ob auch die Grasshoppers im Falle eines Abbruchs eine Klage erwägen, liess der Klub offen.

Vor GC hat sich bereits Lausanne-Sport, der Tabellenführer der Challenge League, vehement für Geisterspiele stark gemacht. «Wenn einem der Fussball am Herzen liegt, sollte man die Saison mit Geisterspielen beenden», sagte Lausannes Präsident Bob Ratcliffe gegenüber der «NZZ». Während Lausanne der direkte Aufstieg bei eine Saison-Fortsetzung kaum mehr zu nehmen ist, liegen die Grasshoppers punktgleich mit dem FC Vaduz auf dem 3. Platz. Der Zweitklassierte der Challenge League würde sich für die Barrage gegen den Neunten der Super League qualifizieren.