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Forte muss aufgeben, die Mathematik sträubt sich

Man wird sich bald daran gewöhnen müssen, den Namenszug der Grasshoppers in einer Tabelle mit Rapperswil-Jona, Wil, Kriens und/oder Chiasso zu lesen.
Was nicht mehr zu korrigieren war, konnte Uli Forte nicht korrigieren (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Was nicht mehr zu korrigieren war, konnte Uli Forte nicht korrigieren (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

(sda)

Der Samstag, 4. Mai 2019, war der Tag, an dem sich die Grasshoppers mit dem 0:1 gegen St. Gallen in der Praxis aus der höchsten Liga verabschiedet haben. Nur die Mathematik wehrt sich noch eisern, auch wenn sie die Wahrscheinlichkeit des Abstiegs mit etwas mehr als 99,9 Prozent veranschlagen muss. Der letzte Abstieg der Hoppers passierte im Frühling 1949. Wer damals zur Welt kam, ist heute im Erlebensfall 70 Jahre alt.

In der Saison des historischen Falls zeigen die Hoppers auf dem Platz Leistungen, die des Rekordmeisters unwürdig sind. Im Herbst blieben sie mit einem deutlich negativen Saldo hinter den eigenen Erwartungen zurück, und danach, ab Ende November, gewannen sie in 17 Anläufen kein Spiel mehr. Feuerwehrmann Uli Forte konnte den Brand nicht mehr löschen, weil es nichts mehr zu löschen gab. Die Mannschaft war schon bis auf die Grundmauern niedergebrannt, wenn sie überhaupt je ein Fundament hatte.

Die Leistungen schlagen sich in den Zahlen nieder. Mit GCs letztem Meistertitel im Jahr 2003 wurde der Modus mit Finalrunde und Auf-/Abstiegsrunde abgeschafft. In den nunmehr 16 Saisons im Super-League-Modus gab es für die Grasshoppers in der Meisterschaft bestenfalls noch Ehrenmeldungen. Zweimal wurden sie Zweite, zweimal Dritte.

In der laufenden Saison schneiden die Zürcher so schlecht ab wie niemals zuvor. Nach 32 Runden stehen sie bei 24 Punkten (0,75 Punkte pro Spiel) und bei einer Tordifferenz von minus 27. Ähnlich schlecht - 26 Punkte, minus 23 Tore - waren sie nach 32 Runden nur in der Saison 2011/12. Damals jedoch konnte nichts passieren, weil einerseits Neuchâtel Xamax im Zug des Skandals um Bulat Tschagajew zwangsrelegiert wurde und andererseits der FC Sion wegen seiner Transfervergehen mit einem Abzug von 36 Punkten belegt wurde.

Die sich ablösenden Cheftrainer Thorsten Fink, Tomislav Stipic und Uli Forte schickten in der laufenden Saison bei GC 39 verschiedene Spieler auf den Platz. 39 Spieler bedeuten mehr als das Anderthalbfache eines gängigen Kaders. Legt man die 24 gewonnenen Punkte auf die eingesetzten Spieler um, ergeben sich 0,61 Punkte pro Spieler. Die Young Boys waren effizienter. Mit 24 Spielern holten sie 82 Punkte, Das sind 3,41 Punkte pro Spieler.

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