Finnlands Fussballer erstmals an einer Endrunde

In der EM-Qualifikation ist der Freitagabend ein nordischer Abend. Schweden mit einem 2:0-Sieg in Rumänien und Finnland mit einem 3:0 gegen Liechtenstein schaffen die Qualifikation vorzeitig.

Drucken
Teilen
Ein Fussball-Hexenkessel in Helsinki: kein alltägliches Bild in Finnland (Bild: KEYSTONE/EPA COMPIC/KIMMO BRANDT)

Ein Fussball-Hexenkessel in Helsinki: kein alltägliches Bild in Finnland (Bild: KEYSTONE/EPA COMPIC/KIMMO BRANDT)

(sda)

Finnlands Fussballer haben sich erstmals in der Geschichte für eine Endrunde qualifiziert. Mit dem ungefährdeten Sieg gegen Liechtenstein sicherten sie sich im vorletzten Spiel der Gruppe J die Teilnahme an EM 2020.

Knapp 10'000 Zuschauer füllten das Stadion in Helsinki bis auf den letzten Platz. In diesem Herbst hat der Fussball in dem vom Eishockey dominierten Land an Bedeutung gewonnen.

Die Finnen durften nach Spielschluss ausgiebig feiern. Zur gleichen Zeit verlor Armenien, das den Finnen noch hätte gefährlich werden können, daheim gegen Griechenland 0:1, sodass Finnland auf dem 2. Platz hinter dem längst qualifizierten Italien eine Reserve von sieben Punkten vorweist.

Schweden machte früh alles klar

Die Schweden, die im nächsten Jahr zum sechsten Mal in Folge eine Europameisterschaft bestreiten werden, liessen sich im Spitzenduell der Gruppe F in Bukarest nicht in Bedrängnis bringen. Marcus Berg und der Mainzer Robin Quaison schossen in der ersten Halbzeit eine 2:0-Führung heraus.

Italien vor dem Maximum

Italien scheiterte vor zwei Jahren in der WM-Qualifikation. Auf dem Weg an die dezentrale EM-Endrunde 2020 liess sich die Squadra Azzurra jedoch von nichts aufhalten. Nach dem 3:0-Erfolg auswärts gegen Bosnien-Herzegowina stehen die Italiener weiterhin mit dem Punktemaximum da. Da sie das zehnte und letzte Spiel daheim gegen Armenien bestreiten können, werden sie das Pensum voraussichtlich mit dem Höchstwert von 30 Punkten. Nebst Italien hat nur Belgien noch keine Punkte abgegeben.

Telegramme und Ranglisten

Gruppe F:

Norwegen - Färöer 4:0 (2:0). - Oslo. - SR Jovic (CRO). - Tore: 4. Reginiussen 1:0. 8. Fossum 2:0. 62. Sörloth 3:0. 65. Sörloth 4:0.

Rumänien - Schweden 0:2 (0:2). - Bukarest. - SR Orsato (ITA). - Tore: 18. Berg 0:1. 34. Quaison 0:2.

Spanien - Malta 7:0 (2:0)

Cadiz. - SR Kassai (HUN). - Tore: 24. Morata 1:0. 41. Cazorla 2:0. 62. Torres 3:0. 63. Sarabia 4:0. 69. Olmo 5:0. 72. Moreno 6:0. 86. Navas 7:0.

Spanien: Lopez; Navas, Albiol, Ramos (60. Torres), Bernat; Thiago Alcantara, Rodri, Cazorla (53. Alcacer); Moreno, Morata (66. Olmo), Sarabia.

Rangliste: 1. Spanien 9/23 (26:5). 2. Schweden 9/18 (20:9). 3. Rumänien 9/14 (17:10). 4. Norwegen 9/14 (17:10). 5. Färöer 9/3 (4:27). 6. Malta 9/3 (2:25).

Gruppe J:

Finnland - Liechtenstein 3:0 (1:0)

Helsinki. - 9739 Zuschauer (ausverkauft). - SR Bastien (FRA). - Tore: 21. Tuominen 1:0. 63. Pukki (Foulpenalty) 2:0. 75. Pukki 3:0.

Liechtenstein: Benjamin Büchel; Brändle, Malin, Rechsteiner, Göppel; Martin Büchel; Meier (91. Aron Sele), Nicolas Hasler, Polverino (73. Gubser), Salanovic; Yanik Frick (84. Kardesoglu).

Bemerkungen: Liechtenstein ohne Marcel Büchel (Trainingsrückstand), Hofer, Wieser, Kaufmann, Erne, Kühne und Quintans (alle verletzt).

Armenien - Griechenland 0:1 (0:1). - Jerewan. - SR Raczkowski (POL). - Tor: 34. Limnios 0:1.

Bosnien-Herzegowina - Italien 0:3 (0:2)

Zenica. - SR Schärer (SUI). - Tore: 21. Acerbi 0:1. 37. Insigne 0:2. 53. Belotti 0:3.

Italien: Donnarumma (88. Gollini); Florenzi, Bonucci, Acerbi, Emerson; Barella, Jorginho, Tonali; Bernardeschi (75. El Shaarawy), Belotti, Insigne (87. Castrovilli).

Rangliste: 1. Italien 9/27 (28:3). 2. Finnland 9/18 (15:8). 3. Griechenland 9/11 (10:13). 4. Armenien 9/10 (13:16). 5. Bosnien-Herzegowina 9/10 (17:17). 6. Liechtenstein 9/2 (2:28).