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Favoriten und Afrikaner siegen

Die Affiche hält, was sie versprach. Im Showdown über 400 m Hürden der Männer bei den Weltmeisterschaften in Doha gewinnt Karsten Warholm den Dreikampf gegen Rai Benjamin und Abderrahman Samba.
Karsten Warholm hat auch in Doha die Nase vorne (Bild: KEYSTONE/EPA/VALDRIN XHEMAJ)

Karsten Warholm hat auch in Doha die Nase vorne (Bild: KEYSTONE/EPA/VALDRIN XHEMAJ)

(sda)

Der Norweger Warholm zündete die nächste Stufe auf dem Weg zum Superstar. Der 23-Jährige ging erneut los, als gäbe es kein Morgen mehr. Eingangs der Zielgeraden lag er klar in Führung und verwaltete den Vorsprung auf Benjamin souverän. In 47,42 Sekunden setzte sich der Skandinavier klar gegen den Amerikaner (47,66) durch. Der Katarer Samba meisterte das Feld der Verfolger und erhielt für 48,03 Sekunden Bronze.

Im Stadion kam bei der Goldhoffnung Katars erstmals Stimmung auf. Geboren in Saudi-Arabien, repräsentierte Samba zuerst Mauretanien, wo sein Vater herstammt. 2015 zog Samba nach Katar, er nahm auch die Staatsbürgerschaft an. Den Duellen mit Warholm war er zuvor stets ausgewichen. Erstmals seit dem WM-Final 2017 ist Samba über 400 m Hürden nun wieder bezwungen worden.

Die drei noch jungen Athleten sind alle schon unter 47 Sekunden gelaufen, eine Grenze, die zuvor nur der Weltrekordhalter Kevin Young (USA) vor 27 Jahren bei seinem Olympiasieg Barcelona unterboten hatte (46,78). Die Zeiten in Doha waren stark, aber nicht überragend. Männiglich hatte sogar einen Angriff auf den Weltrekord erwartet. Warholm hatte vor einem Monat bei Weltklasse Zürich mit seinem Europarekord (46,92) diese Erwartungen geschürt. Auch Benjamin war im Letzigrund unter 47 Sekunden eingelaufen.

Für den ersten Höhepunkt des Abends im Khalifa-Stadion hatte das spektakuläre Rennen über 5000 m gesorgt, in dem Äthiopien zur Freude des zahlreich erschienenen afrikanischen Publikums einen Doppelsieg feierte. Muktar Edris verteidigte dank einem fantastischen Schlussspurt seinen 2017 in London gewonnen Titel und siegte in 12:58,85 Minuten vor seinem Landsmann Selemon Barega.

Einen wesentlichen Beitrag zum Spektakel trugen auch die Ingebrigtsen-Brüder bei, die sich vom hohen Anfangstempo der Afrikaner nicht beeindrucken liessen. Bis 250 m vor dem Ziel durfte der erst 19-jährige Jakob, der Doppel-Europameister von Berlin, sogar vom grossen Coup träumen, ehe er dem Kräfteverschleiss Tribut zollen musste und noch auf Rang 5 zurückfiel.

Für eine faustdicke Überraschung sorgte über 800 m Halimah Nakaayi aus Uganda. In Abwesenheit der intersexuellen Caster Semenya, der zweifachen Olympiasiegerin und dreifachen Weltmeisterin, wies die 24-Jährige die Amerikanerinnen Raevyn Rogers und Ajee Wilson in die Schranken und siegte in 1:58,04. Für die dritte afrikanische Goldmedaille sorgte über 3000 m Steeple die Kenianerin Beatrice Chepkoech.

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde auch die Hochspringerin Maria Lasizkene. Die Russin, die unter neutraler Flagge starten muss, siegte mit 2,04 m und schaffte damit den Titel-Hattrick. Mit der erst 18 Jahre alten Jaroslawa Mahutschich ging im Khalifa-Stadion allerdings ein neuer Stern am Himmel auf. Die Ukrainerin übersprang ebenfalls 2,04 und holte Silber. Im Diskus sorgte Lukas Weisshaidinger mit Bronze für die erste österreichische Männer-Medaille in der WM-Geschichte. Gold holte sich der favorisierte Schwede Daniel Stahl (67,59).

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