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Erfolgscoach Zidane verlässt Real Madrid

Fünf Tage nach dem dritten Champions-League-Triumph in Folge endet das Engagement von Erfolgscoach Zinédine Zidane bei Real Madrid überraschend. Der 45-Jährige will vorerst eine Pause einlegen.
Zinédine Zidane verkündet anlässlich einer kurzfristig anberaumten Medienkonferenz am Donnerstagmittag seinen Rücktritt als Trainer von Real Madrid (Bild: KEYSTONE/AP/BORJA B. HOJAS)

Zinédine Zidane verkündet anlässlich einer kurzfristig anberaumten Medienkonferenz am Donnerstagmittag seinen Rücktritt als Trainer von Real Madrid (Bild: KEYSTONE/AP/BORJA B. HOJAS)

(sda)

"Ich habe den Entscheid getroffen, dass ich nächstes Jahr nicht weitermachen werde. Ich denke, dass diese Mannschaft einen Wechsel braucht", sagte Zidane bei einer kurzfristig anberaumten Medienkonferenz am Donnerstagmittag in Madrid. Der Franzose sieht vorerst davon ab, bei einem anderen Klub als Trainer tätig zu sein.

Sein überraschender Abgang trifft Real Madrid gemäss Präsident Florentino Perez völlig unvorbereitet; Zidane besass noch einen Vertrag bis 2020. Wer das schwere Erbe bei den "Königlichen" antreten soll, ist offen. Zidane wollte nicht ausschliessen, irgendwann zu Real Madrid zurückzukehren: "Es kann auch ein 'Bis bald' sein."

Acht Finals und keine Niederlage

Der Weltmeister von 1998 trat im Januar 2016 die Nachfolge von Rafael Benitez als Cheftrainer des spanischen Rekordmeisters an. Seitdem verlor er keines seiner acht Finals. Am vergangenen Samstag gewann er in Kiew gegen Liverpool zum dritten Mal in Serie den Titel im wichtigsten Klub-Wettbewerb Europas - etwas, was vor ihm noch keinem Trainer gelungen war. In der Saison 2013/14 war Zidane in Madrid Assistenztrainer unter Carlo Ancelotti - und gewann in dieser Funktion ebenfalls die Champions League. Danach betreute er während anderthalb Jahren Real Madrids Nachwuchsteam.

"Es gab tolle Momente, und wir haben mit einem grossen Moment aufgehört - mit dem Gewinn der Champions League. Aber es gab auch schwierige Momente während der Saison", sagte Zidane. Mit Real Madrid musste er sich heuer in der spanischen Meisterschaft deutlich dem FC Barcelona geschlagen geben, seine Equipe wurde in der abgelaufenen Saison hinter Barça und dem Lokalrivalen Atlético nur Dritte. Bei einem der Gründe für seinen Rücktritt wurde er deutlich: "Ich habe nicht klar gesehen, dass wir weiter gewinnen werden."

Schon als Spieler hatte "Zizou" eine beeindruckende Karriere hingelegt: Aufgewachsen im Arbeiterviertel von Marseille führte er Frankreich 1998 im eigenen Land zum Weltmeistertitel und zwei Jahre später zum EM-Triumph. 2002 erzielte der dreimalige Weltfussballer im Champions-League-Final 2002 gegen Bayer Leverkusen mit einer herrlichen Direktabnahme den 2:1-Siegtreffer für Real Madrid.

9 Titel in 2,5 Jahren

Es war die Flexibilität, der Pragmatismus und die gnadenlose Effizienz, die das Spiel Real Madrids unter Zidane auszeichneten: Mal Pressing, mal Konterattacken, mal hohes Tempo, mal ruhiges Passspiel. Neben den drei Triumphen in der Champions League führte der Franzose den Klub auch zu zwei Siegen bei der Klub-WM (2016 und 2017) und in der vergangenen Saison - nach fünf Jahren Unterbruch - zum spanischen Meistertitel. Mit insgesamt neun Titeln avancierte Zidane in lediglich zweieinhalb Jahren zum zweiterfolgreichsten Coach in der ruhmreichen Klubgeschichte nach Miguel Muñoz (14 Titel von 1959 bis 1975).

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