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Ein (kleiner) Befreiungsschlag für die Grasshoppers

Die Grasshoppers verschaffen sich im Abstiegskampf dank dem 1. Sieg seit Ende Februar etwas Luft. Die Zürcher bezwingen Lugano in einem dramatischen Spiel dank drei Toren von Stürmer Kenan Kodro 4:3.
Brachte die Grasshoppers mit dem 1:0 gegen Lugano auf Kurs: Marco Djuricin (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Brachte die Grasshoppers mit dem 1:0 gegen Lugano auf Kurs: Marco Djuricin (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

(sda)

Die Grasshoppers verschaffen sich im Abstiegskampf dank dem 1. Sieg seit Ende Februar etwas Luft. Die Zürcher bezwingen Lugano in einem dramatischen Spiel dank drei Toren von Stürmer Kenan Kodro 4:3.

Die Grasshoppers führten 1:0 und 3:1 - und schienen nach dem späten Ausgleich von Lugano durch ein Eigentor von Aleksandar Cvetkovic (87.) wieder mit hängenden Köpfen abziehen zu müssen. Doch an diesem warmen Abend passierte, worauf GC seit Wochen wartete: Es geht dabei nicht nur um den Sieg an sich, sondern auch um die Art und Weise. Gegen Lugano hatte der Rekordmeister für einmal das Glück, das ihm in den letzten Wochen oft gefehlt hatte. Nur wenige Sekunden nach dem 3:3 traf Kenan Kodro zum dritten Mal. Der bosnische Stürmer schoss von der Strafraumgrenze, und noch nicht einmal präzise, doch der Ball fand durch die Beine von Luganos Keeper Joël Kiassumbua den Weg ins Tor.

Der 26-jährige Torhüter der Tessiner war im Letzigrund so etwas wie der ungewollte Verbündete der Grasshoppers. Schon beim 3:1 sah er schlecht aus, weil er zur Unzeit herauseilte, von Souleyman Doumbia düpiert wurde und zusehen musste, wie Kodro ins leere Tor traf (61.).

So kam GC letztlich auch mit Hilfe von Kiassumbua zu so vielen Treffern in einem Spiel wie seit dem Derbysieg gegen den FC Zürich vor exakt einem halben Jahr nicht mehr. Für diese vier Tore brauchten die Zürcher nicht einmal besonders gut zu spielen. Sie waren einfach sehr effizient. Abgesehen von den Treffern kamen sie im ganzen Spiel bloss einmal zwingend und gefährlich zum Abschluss.

Lugano war nicht das schlechtere Team. Die Tessiner waren mit der klaren Absicht nach Zürich gekommen, nicht zu verlieren. Doch anders als beim 1:0-Sieg unter der Wochen in Sitten stand den Tessinern diesmal das Glück nicht zur Seite. Für sie galt: Sie hätten sich mit ihrer zu vorsichtigen Taktik einen Punkt nicht unbedingt verdient.

Dass Lugano durchaus gut nach vorne spielen kann, bewies es, sobald es im Rückstand lag. Vom 0:1 zum 1:1 dauerte es 13 Minuten, das 1:3-Handicap nach der Pause war in weniger als einer halben Stunde abgetragen. Es nützte nichts: Es gab im dritten Spiel unter Trainer Guillermo Abascal die erste Niederlage.

Telegramm:

Grasshoppers - Lugano 4:3 (1:1)

4100 Zuschauer. - SR Hänni. - Tore: 25. Djuricin 1:0. 38. Carlinhos (Piccinocchi) 1:1. 48. Kodro (Cvetkovic) 2:1. 61. Kodro (Doumbia) 3:1. 69. Carlinhos (Foulpenalty/Foul Doumbia an Crnigoj) 3:2. 87. Cvetkovic (Eigentor) 3:3. 88. Kodro (Andersen) 4:3.

Grasshoppers: Lindner; Lika (46. Cvetkovic), Bergström, Rhyner, Doumbia; Pusic, Sainsbury, Bajrami (74. Taipi); Jeffren (80. Andersen), Djuricin, Kodro.

Lugano: Kiassumbua; Golemic, Sulmoni, Daprelà (58. Crnigoj); Mihajlovic, Piccinocchi, Ledesma (53. Vecsei), Amuzie; Carlinhos, Janko (64. Manicone), Mariani.

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Basic und Lavanchy (beide verletzt), Lugano ohne Sabbatini (gesperrt) sowie Bottani und Da Costa (beide verletzt). Verwarnungen: 37. Pusic (Unsportlichkeit). 68. Doumbia (Foul). 84. Kodro (Unsportlichkeit). 85. Golemic (Foul).

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