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Ein Grosskampftag für die Schweizer Delegation in Doha

Die Schweizer Delegation ist zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Doha gefordert. Am Freitag steht ein Septett im Einsatz, alle müssen für das Weiterkommen eine hohe Hürde nehmen.
Kariem Hussein blickt dem Wettkampftag zuversichtlich entgegen. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Kariem Hussein blickt dem Wettkampftag zuversichtlich entgegen. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

(sda)

Den Anfang machen die 800-m-Läuferinnen Selina Büchel und ihre Kollegin Laure Hoffmann, die noch in letzter Minute vom internationalen Leichtathletik-Verband aufgeboten wurde. Die Toggenburgerin Büchel blickt auf einen durchzogenen Sommer zurück. Eine Erkrankung setzte die zweifache Hallen-Europameisterin im August mehrere Wochen ausser Gefecht. «Ich wusste lang nicht, ob ich wieder rechtzeitig fit werden würde. Aber jetzt habe ich nochmals gut trainiert, fühle mich bereit und bin zuversichtlich, dass ich meine Chance packen werde», sagte die 28-Jährige. Büchel, deren Saisonbestzeit von 2:01,21 Minuten nicht ihrem Potenzial entspricht, will ins Feld der Top 24 und somit in einen der drei Halbfinals vorstossen. Sofern in ihrer Vorlaufserie ein sattes Tempo angeschlagen wird und sie auf der Zielgeraden mithält, ist dieser Schritt machbar. Für Hoffmann hingegen wäre das Überstehen der 1. Runde ein Coup.

Zeitgleich mit den 800-m-Läuferinnen heben die Stabhochspringerinnen Angelica Moser und Nicole Büchler ab. Sofern nicht ein Dutzend die Qualifikationshöhe von 4,60 m schafft, wird das Finalfeld aufgefüllt. 4,60 m haben diesen Sommer weder die U23-Europameisterin Moser noch die nach einer Babypause zurückgekehrte Büchler geschafft. Für Moser, die sich Mitte Juli in Schweden die Goldmedaille umhängen liess, bilden die Weltmeisterschaften nicht bloss ein Anhängsel. Die Zürcherin will mit einem Sprung über 4,60 auch bei der Elite in den Final vorstossen.

Die Olympia-Sechste Büchler hingegen sagt: «Ich muss Schwein haben.» Das Können der Bielerin ist unbestritten, aber es fehlt die Konstanz. Nach der Schwangerschaft machte die Mutter rasch körperliche Fortschritte. Dies hatte zur Folge, dass sie stets die Stablänge und die Stabhärte anpassen musste. «Das erschwert die Suche nach dem Gefühl für den guten Sprung», sagte Büchler.

Wilson wieder fit

Alex Wilson lief diesen Sommer Schweizer Rekorde über 100 und 200 m. Obwohl der EM-Dritte von Berlin 2018 über die halbe Bahnrunde die grösseren Chancen besitzt, startet er auch über 100 m. Der Basler kämpfte in der zweiten Saisonhälfte mit Problemen am Knie und an der Rippe. «Der späte Zeitpunkt der WM hat mich gerettet. Jetzt bin ich wieder in Form und fit, sonst hätte ich die Reise nach Doha nicht angetreten», beteuerte Wilson. Einen Kräfteverschleiss durch die Doppelbelastung befürchtet er nicht. Im Gegenteil. Der Prolog soll ihm mental einen Schub verleihen. «Wenn ich die 100 m in 10,1 laufe, dann weiss ich, dass ich über 200 m unter 20 Sekunden bleiben kann.» Mit seinem Schweizer Rekord von 10,08 Sekunden figuriert der gebürtige Jamaikaner ausserhalb der Top 30 der Meldeliste, 24 Sprinter stossen in die Halbfinals vor.

Julien Wanders startet über 5000 m in der ersten Serie, in der Regel ein Nachteil. Sofern nicht ein sattes Tempo angeschlagen wird, muss er einen Top-5-Platz erreichen und kann nicht auf ein Weiterkommen über die Zeit spekulieren. Der Genfer hat über die 10'000 m am letzten Wettkampftag die besseren Aussichten. Diese Unterteilung behagt ihm allerdings nicht. «Ich habe hier zweimal eine Chance», hielt er fest. Er packe auch die 5000 m sehr seriös an.

Zum Abschluss des Abends tritt Kariem Hussein über 400 m Hürden an. Der Europameister 2014 und WM-Finalist 2017 musste für das Ticket nach Doha hart kämpfen. Durch Verletzungen zurückgeworfen, kämpfte sich der Arzt diesen Sommer wieder an das internationale Niveau heran. Die Saisonbestzeit von 49,21 Sekunden garantiert keinen Vorstoss in eine der drei Halbfinalserien. «Der Vorlauf ist für mich der erste Final», betonte Hussein.

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