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Drmic darf nach langer Verletzungspause auf WM hoffen

Die EM 2016 Jahren verpasst Josip Drmic. Das Knie bereitet dem begabten Stürmer vorübergehend sogar existenzielle Probleme. Er lässt sich nicht entmutigen und dürfte zum Schweizer WM-Kader gehören.
Josip Drmic rückt optimitisch ins Nati-Trainingslager ein (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Josip Drmic rückt optimitisch ins Nati-Trainingslager ein (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

(sda)

Rund drei Wochen vor dem Auftakt gegen Brasilien nimmt das persönliche Happy End von Josip Drmic konkrete Formen an. Wohl kein anderer Schweizer Nationalspieler hat eine kompliziertere Verletzungsgeschichte hinter sich als der Stürmer von Borussia Mönchengladbach. Sollte er am 4. Juni den letzten WM-Cut von Vladimir Petkovic überstehen, käme das aus der Sicht Drmics einem mittleren Coup gleich. Für ihn wäre es eine "kleine Medaille für hartes und detailliertes Schaffen", so der SFV-Rückkehrer.

Bis Mitte letzten Herbsts war ungewiss, ob der 25-Jährige überhaupt je wieder auf oberstem Level angreifen würde. Ein zweiter Knorpelschaden im Knie hatte ihn zurückgeworfen und richtiggehend demoralisiert. Nicht wenige Beobachter schrieben ihn ab, selbst der Borussia-Sportchef Max Eberl zweifelte: "Es sieht nicht gut aus."

Die vorübergehende Depression ist weg, der Optimismus ist zurück. Rund zwei Wochen vor dem Flug nach Russland bereitet sich Drmic auf seine zweite WM-Endrunde vor. "Das fühlt sich sehr gut an. Vor ziemlich genau einem Jahr humpelte ich an Krücken durch die Gegend", erinnert sich Drmic. "Die WM war sehr, sehr weit weg. Ich hatte nur einen Wunsch: gesund werden."

Von seiner Strategie der kleinen Schritten rückt Drmic nicht ab, die guten letzten Spiele und Wochen bringen seinen Plan nicht durcheinander. Die vier Bundesliga-Treffer in seinen letzten sechs Partien für die Borussia schätzt der Offensivspezialist eher defensiv ein: "Ich habe teilweise vom Pech der anderen profitiert. Bei uns in Gladbach fehlten teilweise über zehn verletzte Spieler, entsprechend schmal besetzt waren wir."

Für langjährige Weggefährten kommt die Rückkehr auf die grosse Bühne nicht völlig unerwartet. "Ich kenne seinen Ehrgeiz, er arbeitet unglaublich hart. Sein Comeback überrascht mich nicht", sagt Granit Xhaka, der vor seinem Wechsel zu Arsenal ebenfalls am Niederrhein engagiert war.

Drmic lächelt, als er von der wohlwollenden Botschaft seines Kollegen hört: "Das freut mich natürlich. Aber hätte Granit alles mitbekommen, wäre er womöglich nicht so optimistisch gewesen." Worte der Anerkennung sind auch vom derzeit gesetzten Schweizer Angreifer Haris Seferovic zu vernehmen: "Hut ab, nach zwei Knieoperationen so zurückzukommen. Andere hätten wahrscheinlich aufgegeben", sagt der Benfica-Professional zur SDA.

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