Die zehnte Niederlage in Folge droht: St.Otmar trifft auf seinen Angstgegner

Die St.Galler NLA-Handballer spielen am Samstag um 17.30 Uhr in der Kreuzbleiche gegen Pfadi Winterthur.

Ives Bruggmann
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Auf St.Otmar und Spielertrainer Bo Spellerberg wartet eine unkonventionelle Abwehrformation.

Auf St.Otmar und Spielertrainer Bo Spellerberg wartet eine unkonventionelle Abwehrformation.

Bild: Ralph Ribi

Von der Sieges- zur Niederlagenserie. Nachdem am Dienstag der positive Lauf St.Otmars nach zehn Erfolgen nacheinander mit der Niederlage gegen Schaffhausen ein Ende nahm, sehen sich die St.Galler am Samstag in der NLA gleich mit der nächsten Serie konfrontiert. Diesmal mit einer negativen: Gegen Pfadi Winterthur gingen die vergangenen neun Spiele allesamt verloren. Der letzte Sieg gegen die Zürcher datiert vom
11. Oktober 2017.

Es ist also kein Geheimnis, dass die Spielweise Winterthurs den St.Gallern nicht liegt. Pfadi setzt unter Trainer Adrian Brüngger auf ein unkonventionelles 3:2:1-Deckungssystem, das in der NLA in dieser Form kein anderes Team praktiziert. Auch St.Otmars Regisseur Andrija Pendic kennt Pfadis Deckungsvariante aus vielen Aufeinandertreffen. «Pfadi versucht, den Spielfluss zu brechen und weit aussen den Kontakt zu suchen», sagt Pendic. Die Winterthurer haben in den Personen von Michal Svajlen, Stefan Freivogel oder Joël Bräm Akteure, die für diese Variante prädestiniert sind.

Den Ball laufen lassen

Eine solche Deckung im Training zu imitieren sei sehr anspruchsvoll, sagt Pendic. Für ihn und seine Mitspieler geht es gegen die offensive Verteidigung vor allem darum, den Ball laufen zu lassen und möglichst wenige Technische Fehler zu begehen. Eine Option, die Winterthurer Defensive zu knacken, könnte das Überzahlspiel sein. Mit der 7:6-Variante ohne Goalie reüssierte St.Otmar zuletzt zuverlässig. Die Stimmung in der Mannschaft sei nach der Niederlage gegen Schaffhausen und dem Ende der Siegesserie keinesfalls schlecht. «Wir befanden uns ja nicht auf einem Höhenflug, sondern hatten einfach eine Erfolgsserie», sagt Pendic. Dementsprechend seien sie auch nicht tief gefallen. «Gegen die Kadetten haben wir einfach nicht gut gespielt.» Und der Gegner habe ihnen nicht viele Schwachstellen angeboten. «Wenn alle Rückraumspieler so effizient sind und der Goalie so gut hält, dann hast du gegen Schaffhausen keine Chance», sagt Pendic. Und so gewann der Gast am Ende, ohne je gross in Gefahr zu geraten.

Ein Lichtblick für die Gastgeber

In dieser Saison hat St.Otmar bisher nur gegen zwei Teams verloren: Kadetten und Pfadi. Im Hinspiel in Winterthur begingen die St. Galler in der Offensive zu viele Fehler und gewährten dem Gegner in der Defensive zu viel Platz. Ein Lichtblick war damals das Spiel mit sieben Feldspielern. In der Theorie wissen die St.Galler also, wie der Angstgegner zu besiegen ist. Den Nachweis sind sie noch schuldig.

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