Die Young Boys schauen zu - und werden Meister

An einem Samstag, an dem sie nicht im Einsatz stehen, werden die Young Boys zum 2. Mal in Folge und zum 13. Mal in ihrer Geschichte Schweizer Meister.

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Ein Selfie für alle in Gelbschwarz (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)
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Das ständige Bild der laufenden Saison: YB jubelt. (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Gerardo Seoane hat einen grossen Anteil am neuerlichen Triumph der Young Boys (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Guillaume Hoarau (rechts) geht mit seinen Toren allen voran (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Captain Steve von Bergen kann mit dem besten Gefühl in den Ruhestand gehen (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)
Abklatschen! Guillaume Hoarau und Thorsten Schick (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)
Das Publikum in Bern war für YB der zwölfte Mann (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Ein Selfie für alle in Gelbschwarz (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

(sda)

Die Entscheidung fiel, weil Basel im St.-Jakob-Park gegen die Grasshoppers nur zu einem 0:0 kam.

Noch bevor sie am Sonntag im Letzigrund gegen den FC Zürich ihr Spiel der 29. Runde austragen, können die Young Boys in der Tabelle nicht mehr eingeholt werden. Sie erringen den Meistertitel also sieben Runden vor Schluss. Derart früh stand in der vor 16 Jahren eingeführten Super League nur der FC Basel als Meister fest, und zwar am Ende der Saison 2016/17.

Die Young Boys hatten ihren letztjährigen Meistertitel mit einer phänomenalen Leistung in der Rückrunde errungen. In dieser Saison waren die Darbietungen der Berner unter Trainer Gerardo Seoane sowohl im Herbst als auch im Frühling phänomenal. Ihre restlichen acht Spiele können sie noch dafür verwenden, die verschiedensten Rekorde zu brechen, die zur Mehrheit vom FC Basel gehalten werden.

In den ersten 28 Runden errangen die Berner 24 Siege. Die einzige Niederlage war ein 2:3 daheim gegen Luzern.

Die reizvollsten Rekorde sind die des Punkte-Totals und der Anzahl geschossener Tore. Basel hält die Bestleistungen mit 86 Punkten und mit 92 Toren. Um die Basler in beiden Wertungen zu überflügeln, müssen die Berner in ihren letzten acht Spielen noch zwölf Punkte holen und 15 Tore schiessen.

In der Winterpause, als die Young Boys schon mit 19 Punkten Vorsprung führten, sagte Gerardo Seoane, er rechne für den Frühling mit ein paar Rückschlägen. Rückschläge. Sie sind eingetreten, wenn man je ein Unentschieden in Thun und in Basel als solche bezeichnen will. Eher aber hat es sich bei einem einzigen Rückschlag bewendet, beim 0:4 im Cup-Viertelfinal in Luzern, beim Ergebnis, das aus dem Rahmen fällt. Wie gehe ich mit dem Schweizer Cup um? In diesem Metier sind die Berner noch Lehrlinge.