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Kolumne

Der VAR im Hoch, die Europacupteams im Tief

Das Wort zur Super League
Markus Brütsch
Die Video-Assistant-Referees machen bisher einen guten Job (Bild: key).

Die Video-Assistant-Referees machen bisher einen guten Job (Bild: key).

Der FC Basel ist gegen Linz in Rücklage (Bild: key).

Der FC Basel ist gegen Linz in Rücklage (Bild: key).

Eigentlich ist zu erwarten gewesen, dass es zu diesem Zeitpunkt der neuen Super-League-Saison nur ein Thema gibt: Der VAR und die Einführung des Videobeweises. Denn im Vergleich zu den Kollegen in Deutschland sind die Protagonisten hierzulande im Schnellzugstempo ausgebildet worden. Doch jetzt, wo die Neuerung im Ernstfall auf dem Prüfstand steht, ist der VAR nur ein Randthema. Die verbreitete Befürchtung, der Videobeweis light mit deutlich weniger Kameras werde zu einem noch grösseren Chaos als in der Bundesliga führen, hat sich in Luft aufgelöst.

Aber klar, es handelt sich nur eine Momentaufnahme. Nach vier Runden ist noch kein definitives Urteil möglich und der eine oder andere Aufreger wird schon noch folgen. Stand jetzt, ist den Beteiligten aber ein Kränzchen zu winden. Etliche Fehlentscheide konnten korrigiert werden, ohne dass deswegen an den Stammtischen der Gesprächsstoff fehlte.

Erfreulich ist aber nicht immer, was es da zu bereden gibt. So war die Europacupbilanz der Schweizer Klubs in der letzten Woche wieder einmal miserabel. Drei Heimspiele, drei Niederlagen, 3:8 Tore. Man braucht kein unverbesserlicher Pessimist zu sein, um davon auszugehen, dass nach den Rückspielen in dieser Woche alle drei Schweizer Vereine ihre Duelle mit Linz, Spartak Moskau und Espanyol verloren haben werden. So ist in der Uefa-Fünfjahreswertung natürlich keine Trendwende möglich und die Aussichten auf die kommenden Jahre sind trist.

Leider ist zu sagen, dass die Resultate im Europacup nicht überraschend kommen. Das Niveau in der Super League ist enttäuschend. Inkonstanz ist Trumpf. Am einen Wochenende genügen zwei Schüsse für zwei Tore, am andern fliegen die Bälle übers Stadiondach.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht schafft es unser Paradepferd YB ja erneut in die Champions League und kaschiert die Trostlosigkeit dahinter. Oder die Verlierer der Vorwoche zeigen eine Trotzreaktion und strafen die Kritiker Lügen. Wir würden uns freuen.

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