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Der Rückschlag über das Wochenende

Mit einer der talentiertesten Mannschaften ihrer Geschichte hat die Schweiz an der WM in Dänemark in der ersten Woche begeistert. Nun droht dem Nationalteam plötzlich ein Schlag vor den Kopf.
Patrick Fischer trieb seine Spieler auch im Spiel gegen Schweden an. Jetzt mutieren er und seine Mannschaft gezwungenermassen zu Fans der Russen (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Patrick Fischer trieb seine Spieler auch im Spiel gegen Schweden an. Jetzt mutieren er und seine Mannschaft gezwungenermassen zu Fans der Russen (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

(sda)

Spätestens die Nachricht, dass Roman Josi und Kevin Fiala die Schweizer in Kopenhagen verstärken werden, hatte so manchen Kommentator von Höherem träumen lassen. Fiala trieb am Sonntagmittag die Erwartungen - ungewollt zwar - noch einmal in die Höhe, als er nach seiner Ankunft aus Nashville offen von einer Medaille sprach.

Wenige Stunden später sieht die Sachlage nach einem 3:5 gegen Schweden anders aus. Nach der zweiten Niederlage an diesem Wochenende (nach dem 3:4 gegen Russland) muss das Team von Trainer Patrick Fischer wie so oft an Weltmeisterschaften bis zum Schluss um die Viertelfinal-Teilnahme zittern.

Und die Partie gegen die zweifellos hervorragend aufgestellten Schweden zeigte auf, dass auch eine solch talentierte Schweizer Mannschaft weit entfernt von den Topteams ist, wenn diese konzentriert zur Sache gehen. Da half auch das Schweizer Aufbäumen im letzten Drittel nur wenig.

Kein Feuer und stets zu spät

Die Schweizer gingen mit sich hart ins Gericht, als sie am Sonntag zu später Stunde einen Blick auf die Partie warfen. "Wir fanden viel zu spät in die Partie rein. Schweden hat sicher zu Beginn sehr gut gespielt, aber wir gaben ihnen auch zu viel Raum und Zeit", urteilte etwa Ramon Untersander, der mit seinem Anschlusstreffer in der 39. Minute die Schweizer Hoffnungen aufleben liess.

"Wir hatten zu Beginn kein Feuer im Spiel, kamen immer einen Schritt zu spät und verloren jeden Zweikampf. Wenn du gegen ein solch starkes Schweden so spielst, dann wird es schwierig", sagte Tristan Scherwey. "Immerhin konnten wir eine Reaktion zeigen", so der Stürmer des SC Bern.

Russland die Daumen drücken

Nach dem punktelosen Wochenende droht gar die grosse Ernüchterung. Gewinnt nämlich die wiedererstarkte Slowakei am Montagnachmittag gegen Russland zwei oder drei Punkte, dann helfen der Schweiz auch drei Zähler gegen Frankreich nichts - immer vorausgesetzt, die Slowaken patzen am Dienstag nicht noch überraschend gegen Absteiger Weissrussland.

Ein frühes Aus ist für die Schweiz derzeit realistischer als eine Medaille. "Zuerst sitzen wir im Russen-Leibchen auf der Tribüne", sagte Patrick Fischer dann auch. "Ich hoffe, es gibt einen guten Montag. Nehmen wir zuerst diesen Schritt, dann läge es an uns, den Viertelfinal-Einzug zu schaffen."

Die Schweiz kann im besten Fall noch Vierte in der Gruppe A werden, müsste für die erste K.o.-Runde nach Herning reisen und würde dort auf die USA oder Finnland treffen. Diese beiden Mannschaften ermitteln am Dienstag im Direktduell den Sieger der Gruppe B.

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