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Der Kanton Schwyz führt den Medaillenspiegel an

Es ist nur eine Momentaufnahme nach knapp der Hälfte des alpinen WM-Programms, doch aus Schweizer Sicht muss man es geniessen: den Blick auf den Medaillenspiegel, den die Schweiz anführt.
Das komplette Medaillenset nach der Abfahrt der Frauen. Bild: Bote der Urschweiz

Das komplette Medaillenset nach der Abfahrt der Frauen. Bild: Bote der Urschweiz

(sda)

Eigentlich müsste ja auf Platz 1 Schwyz stehen, denn mit Wendy Holdener (Gold in der Kombination) und Corinne Suter (Silber in der Abfahrt nach Bronze im Super-G) haben zwei Athletinnen aus dem Kanton Schwyz den Medaillensatz abgeräumt, dank dem die Schweiz in Are vorne steht.

Corinne Suter weiss im Moment wohl gar nicht so recht wie ihr geschieht. Vor einer Woche war sie eine von vielen im Weltcup-Tross, doch nun darf sie als zweifache Medaillengewinnerin aus Schweden abreisen. Sie, die früher oft an sich selber zweifelte und fast zu sensibel schien für den Spitzensport. Ihr Umfeld schien es gewusst zu haben, dass sich da etwas Besonderes anbahnt. Fast die ganze Familie nahm sich Ferien, die Eltern und zwei ihrer drei Brüder erlebten die Glückstage vor Ort mit.

Wer geglaubt hatte, Corinne Suter würde sich nach ihrem Überraschungs-Coup vom letzten Dienstag in ihrer Gefühlswelt verfangen, irrte gewaltig. «Es lagen glücklicherweise einige Tage zwischen Super-G und Abfahrt. Da hatte ich schon Zeit, wieder etwas aufzutanken», sagte sie über die an Emotionen so reichen letzten Tage.

Auch in der Abfahrt, ihrer ohnehin besten Disziplin, zeigte die 24-Jährige eine starke Leistung, den Bedingungen zum Trotz. Als sie über die Strecke fuhr, hatte sich die Sonne verzogen und herrschte weit weniger gute Sicht, als dies beispielsweise bei der Siegerin Ilka Stuhec der Fall war. Die Innerschweizerin, gestartet mit Nummer 19, war denn auch die einzige aus ihrem Bereich, die es in die Top 6 schaffte. Alle anderen trugen Nummern von 3 bis 9.

Für Corinne Suter stellte sich aber die Frage nicht, den Sieg wegen der äusseren Bedingungen verpasst zu haben. «Wenn schon, dann habe ich es selbst vergeben. Ich beging im Mittelteil einen Fehler. Deshalb dachte ich eigentlich nicht mehr daran, dass es noch für eine Medaille reichen könnte.» Sie sagte dies im Vergleich zum letzten Dienstag schon fast abgebrüht wirkend. So sei es aber nicht: «Ski fahren ist mir noch immer lieber als der ganze Medienrummel.»

Corinne Suter präsentiert ihre beiden WM-Medaille: Silber in der Abfahrt, Bronze im Super-G. (Bild: Jean-Christophe Bott / Keystone)
Podest in der Abfahrt: Ilka Stuhec (Mitte) vor Corinne Suter und Lindsey Vonn. (Bild: Valdrin Xhemaj / EPA)
Corinne Suter (Nummer 19) strahlt mit Weltmeisterin Ilka Stuhec und Lindsey Vonn um die Wette (Bild: Dominik Angerer / Keystone)
Corinne Suter strahlt über die zweite WM-Medaille. (Bild: Jean-Christophe Bott / Keystone)
Corinne Suter reisst die Arme in die Höhe: nach Bronze im Super-G gewinnt sie Silber in der Abfahrt (Bild: Valdrin Xhemaj / Keystone)
Corinne Suter auf dem Weg zur nächsten Medaille (Bild: Alessandro Trovati / AP)
Ilka Stuhec - wie schon 2017 in St. Moritz wird sie erneut Abfahrts-Weltmeisterin (Bild: Dominik Angerer / Keystone)
Ingemar Stenmark, mit 86 Siegen der Rekordgewinner im Weltcup, erweist Lindsey Vonn (82 Siege) die Ehre (Bild: Auletta Giovatti / Keystone)
8 Bilder

WM-Silber für Corinne Suter in der Abfahrt

Corinne Suter: «Ich könnte mir kein schöneres Podest vorstellen»

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