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Der designierte Meister gewinnt auf seine Weise

Zum vierten Mal 2019 schiessen die Young Boys in der 90. Minute oder später einen Sieg heraus. Für St. Gallen ist der Ausgang des Spiels mit dem 2:3 im vollen Stade de Suisse äusserst undankbar.
YB-Matchwinner Guillaume Hoarau nach dem 3:2-Siegestreffer in der 90. Minute (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

YB-Matchwinner Guillaume Hoarau nach dem 3:2-Siegestreffer in der 90. Minute (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

(sda)

Als YB die Spiele in Lugano, gegen Sion und bei den Grasshoppers jeweils mit einem Tor in der Nachspielzeit 1:0 gewann, war Guillaume Hoarau noch verletzt. Jetzt ist der Franzose zurück, und jetzt schlägt er den FC St. Gallen mit drei Toren im Alleingang. Beim 3:2 liefen die 90 Minuten gerade ab. Zwei Tore waren sehr schön, das dritte sehr umstritten.

St. Gallen führte 2:1, als St. Gallens Verteidiger Silvan Hefti nach 80 Minuten seitlich an der Strafraumgrenze eine Flanke von Loris Benito an den erhobenen Unterarm prallen liess. Das Hands war unstrittig, aber es war kaum auszumachen, ob die unbeabsichtigte Abwehr knapp innerhalb oder knapp ausserhalb des Strafraums passierte. Schiedsrichter Lionel Tschudi gab einen Penalty, den Hoarau zum 2:2 nutzte. Peter Zeidler konnte die Szene aus grosser Distanz nicht beurteilen. Aber St. Gallens Trainer geriet ob dem Entscheid in Rage und reklamierte derart heftig, dass der Schiedsrichter ihn auf die Tribüne schickte.

Die Ostschweizer empfingen für eine aufopfernde Leistung und für zwei prächtige Tore von Axel Bakayoko und des erneut überzeugenden Majeed Ashimeru keinen Lohn. Wäre der Penaltypfiff ausgeblieben, hätten die Ostschweizer möglicherweise erstmals seit März 2005 ein Meisterschaftsspiel in Bern gewonnen. So bleibt die Ausbeute seither bei sechs Unentschieden in 24 Auswärtsspielen gegen YB. Die Punkteverteilung lautet 70:6, das Torverhältnis 61:19.

Nach den jüngsten Niederlagen in Luzern (0:3) und gegen Lugano (0:2) steigerte sich die Ostschweizer deutlich. Sie gewährten den Bernern lange Zeit wenig Torchancen.

Das mittlerweile verwöhnte Berner Publikum - die Aktion «Kids Day» - füllte das Stadion bis auf den letzten Platz - bekam YBs wohl schönstes Tor der Saison vorgesetzt. Nach einer Stafette auf der rechten Seite spitzelte Djibril Sow den Ball auf verblüffende Weise mit der Innenseite des Absatzes nach links zum freistehenden Hoarau, der mit einem trockenen Schlenzer kurz vor der Pause zum 1:1 traf.

Telegramm:

Young Boys - St. Gallen 3:2 (1:1)

31'120 Zuschauer (ausverkauft). - SR Tschudi. - Tore: 32. Bakayoko (Tafer) 0:1. 44. Hoarau (Sow) 1:1. 65. Ashimeru (Tafer) 1:2. 81. Hoarau (Handspenalty) 2:2. 90. Hoarau (Schick) 3:2.

Young Boys: Von Ballmoos (46. Wölfli); Mbabu, Wüthrich, Von Bergen, Benito; Lauper (67. Moumi Ngamaleu); Aebischer, Sow; Assalé, Hoarau, Fassnacht (76. Schick).

St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Vilotic, Mosevich, Wittwer (74. Kchouk); Quintilla; Sierro, Ashimeru (76. Nuhu); Tafer, Guillemenot, Bakayoko (66. Rapp).

Bemerkungen: Young Boys ohne Nsame (gesperrt) und Sulejmani (verletzt). Von Ballmoos mit Oberschenkelprellung ausgewechselt. St. Gallen ohne Lüchinger, Kutesa (beide gesperrt), Itten, Wiss (beide verletzt), Barnetta, Koch, Muheim und Kräuchi (alle nicht im Aufgebot). 80. St. Gallens Trainer Peter Zeidler wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen. Verwarnungen: 33. Von Bergen (Foul), 39. Lauper (Foul), 89. Mosevich (Foul), 90. Hoarau (Leibchen Ausziehen), 92. Mbabu (Foul).

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