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Del Curto: «Ich war immer schon ein Wahlzürcher»

Trainer-Ikone Arno Del Curto soll dem in dieser Saison selten überzeugenden Meister ZSC Lions ein «aktives Eishockey» verordnen.
Arno Del Curto wurde in Zürich von einer grossen Medienschar empfangen (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Arno Del Curto wurde in Zürich von einer grossen Medienschar empfangen (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

(sda)

Gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte ZSC-Geschäftsführer Peter Zahner, dass die Rückkehr von Del Curto «Tempo und Emotionen» hineinbringen werde. «Wir werden mehr laufen, aktiver agieren und nicht zurück in die Passivität fallen.»

Del Curto habe die Fähigkeit und das Gespür, «zum jeweils richtigen Zeitpunkt zu loben, zu tadeln, zu motivieren. Er spürt, wann er was und ob er etwas und wie er es sagen muss. Er weiss, wann er ein Timeout nehmen muss. Dies zeichnet ihn aus. Genau deshalb hat er in Davos sechs Meistertitel erringen können.»

Del Curto selbst sah sich am Nachmittag im Mittelpunkt eines gewaltigen Medieninteresses im Hallenstadion. Der Engadiner beantwortete ausführlich die Fragen zu seinem Engagement nach rund siebenwöchiger «Hockey-Pause». Einzig die Frage, ob es noch andere Gespräche mit anderen Klubs in den letzten Wochen gegeben hätte, liess Del Curto unbeantwortet. Nachfolgend eine Zusammenfassung der Fragerunde.

Gab es nicht schon im Dezember Kontakte zu den ZSC Lions?

«Die ersten Gespräche gab es erst am Sonntagabend, als ich das Telefon der ZSC Lions erhielt. Daraufhin schaute ich mir die Aufzeichnung im TV noch an (ZSC gegen Davos 1:2 n.V.). Natürlich bin ich schon vorher mal Sportchef Sven Leuenberger begegnet. Doch da war das noch kein Thema.»

Welche Inputs wollen Sie nun einbringen? Wie lauten Ihre Vorstellungen, und welche Massnahmen zur Umsetzung sind notwendig?

«Wenn Michael Liniger (Assistent - Red.) und ich am Dienstag erstmals vor der Mannschaft stehen, werden wir bald einmal sehen, in welche Richtung wir ansetzen müssen. Ich hoffe, dass dann ähnlich erfreuliche Emotionen wie seinerzeit gegen das Grande Lugano freigesetzt werden. Ein bisschen schneller, härter und intensiver will ich das Team spielen sehen. Und trotzdem die defensive Balance nicht verlieren. Einfach überall ein bisschen zulegen. Ich will schon ein wenig mehr Emotionen hineinbringen. Es wäre schön, wenn wir im Eishockey als Team ähnlich wie im Fussball Liverpool spielen könnten. Ich meine von den Emotionen, von der Power und vom Tempo her.»

Was wird der Unterschied zu Ihrer Tätigkeit in Davos sein?

«Hier in Zürich habe ich Sportchef und Geschäftsführer. In Davos war ich lange Trainer und quasi Sportchef, und nebenbei machte ich noch weitere Sachen mit Sponsoren-Terminen und so weiter. Hier bin ich jetzt einfach mal Trainer. Über Davos möchte ich nicht mehr gross reden. Falsch war, dass ich so lange geblieben bin. Stimmen, die mir das Ende in Davos nahelegten, gab es schon lange. Nach dem fünften Meistertitel war es auch der Fall. Dennoch holten wir dann noch den sechsten. Ich weiss aber inzwischen, dass ich nicht mehr imstande bin, so viel zu machen wie ich in Davos gemacht habe.»

Wie schnell haben Sie nach ihrem Rücktritt in Davos das Eishockey vermisst?

«Eine Woche nach meiner Trennung in Davos habe ich mir wieder erste Spiele angesehen. Nach einer Woche hatte ich es wirklich weggelassen. Ich habe NHL-Spiele im Fernsehen angeschaut. Aber es wäre für mich auch in Ordnung gewesen, wenn ich den Winter durch pausiert hätte.

Was verbindet Sie mit Zürich, abgesehen von Ihrer ersten Tätigkeit in der Organisation zu Beginn der Neunzigerjahre?

«Ich habe in Zürich gewohnt, gearbeitet, habe noch eine Wohnung in Zürich, die ich an einen Kollegen untervermietet habe. Ich war auch lange in Küsnacht angemeldet wegen meiner damaligen Tätigkeit bei den GCK Lions. Als ich 2002 erstmals mit dem HCD erstmals Meister wurde, feierte ich auch in Zürich im Niederdorf. Es schlossen sich damals auch einige ZSC-Fans an. Ich darf nicht sagen, was ich da in diesen Tagen alles erlebt hatte. Ich liebe diese Stadt. Viele alte Bekannte und Freunde kamen immer auch nach Davos in die Ferien. Und ich bin immer gerne ins Hallenstadion gekommen, gerade auch als Trainer von Davos. Ich habe immer gesagt, dass ich ein Wahlzürcher bin.»

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