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Das Warten auf einen weiteren Heimsieg beim CSIO geht weiter

Die favorisiert Schweizer Springreiter-Equipe verpasst im Nationenpreis beim CSIO St. Gallen mit dem 3. Rang den Triumph. Im Stechen setzt sich Frankreich vor Italien und dem Gastgeber durch.
Steve Guerdat und Bianca fliegen über den Oxer. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Steve Guerdat und Bianca fliegen über den Oxer. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

(sda)

Um den Sieger zu ermitteln, wurde die Rarität eines Dreier-Stechens notwendig. Frankreich, Italien und die Schweiz hatten die zwei Umgänge mit je 4 Strafpunkten nach Streichresultat beendet. Der Weltrangliste-Erste Steve Guerdat mit seinem Top-Pferd Bianca unterlag in der Kurzentscheidung nach einem Abwurf dem Franzosen Guillaume Foutrier auf Valdocco und der Italienerin Giulia Martinengo Marquet im Sattel von Elzas.

Die ansonsten erfolgsverwöhnte Schweiz wartet seit dem Jahr 2000 - damals in Luzern - auf einen weiteren Sieg beim Heim-CSIO. Die Chance, endlich wieder einen Triumph auf heimischem Boden zu holen, liess die Equipe von Andy Kistler ein weiteres Mal verstreichen. Seit dem letzten Triumph vor 19 Jahren resultieren 13 Podestplätze, deren 11 im 2. Rang.

Der Startreiter Martin Fuchs mit Chaplin und anschliessend Niklaus Rutschi im Sattel von Cardano leisteten sich im ersten Umgang einen Abwurf. Dies wäre beinahe schon matchentscheidend gewesen, obwohl danach Paul Estermann mit Lord Pepsi und Guerdat mit Bianca fehlerlos blieben und im zweiten Umgang nur noch Blankoritte folgten. Frankreich mit Kevin Staut im Sattel von Calevo und Italien mit Luca Marziana auf Tokyo hätten beide mit ihren Schlussreitern den Sieg vorzeitig sicherstellen können. Da sie aber nicht fehlerfrei durchkamen, brachten sie die Schweiz eher unerwartet nochmals zurück in den Wettkampf, sprich ins Stechen. «So zu verlieren ist natürlich doppelt bitter», sagte Kistler.

Ein Fehler zu viel

Guerdat musste als erster Reiter ins Stechen und legte eine Zeit vor, die seine Konkurrenten nicht erreichten. Aber hohes Tempo bedeutet auch mehr Risiko. Aus diesem Grund fiel wohl die Stange beim Einsprung in die Kombination. «Ich würde alles nochmals gleich reiten», hielt Guerdat allerdings fest, der in der Regel den Fehler bei sich und nicht beim Pferd sucht. Will heissen: Ein Abwurf kann immer passieren, Pferde sind keine Maschinen. Foutrier und Martinengo Marquet ritten nach Guerdat langsamer, aber eben fehlerfrei.

Ein noch anspruchsvollerer Parcours hätte die Chancen auf einen Schweizer Sieg vermutlich erhöht. Allzu schwierig durfte die Aufgabe aber auch nicht sein, denn sonst hätten Nationen wie Österreich, Dänemark oder Norwegen kaum die Möglichkeit gehabt, um mit ihren Vierbeinern zu bestehen.

Die Schweizer Equipe trat in Bestbesetzung an, Kistler plant mit diesem Quartett auch für die EM in Rotterdam im August. Guerdat und Fuchs sind mit ihrem Palmarès und Beritt ohnehin gesetzt, Estermann stand in St. Gallen nach den Fehlern seiner Kollegen unter Druck und lieferte zwei Blankoritte, zudem ist Rutschi mit Cardano eine Art Aufsteiger dieser Saison.

Sturz erforderte längeren Unterbruch

Der mit 250'000 Euro dotierte Nationenpreis musste nach einem Sturz des Brasilianers Stephan de Freitas Barcha unterbrochen werden. Er wurde von Huf seines Pferdes Artois getroffen. De Freitas war stets bei Bewusstsein und ansprechbar, wurde aber für weitere Untersuchungen ins Spital gebracht. Das Pferd blieb unverletzt.

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