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Das unglaubliche Déja-vu des FC Zürich

Die Zürcher vergeben wie in Sion einen Penalty, spielen gegen Xamax trotz Überzahl nur 2:2 und bleiben in der Super League ohne Sieg.
Markus Brütsch

Gaëtan Karlen sorgt im Letzigrund für Frust

Ancillo Canepa rutschte auf der Spielerbank ganz tief in den Sessel und starrte auf sein Handy. Der Präsident des FC Zürich war bedient und konnte nicht glauben, wie seiner Mannschaft soeben die Felle davon geschwommen waren. Mit einem wunderbaren Fallrückzieher hatte in der vierten Minute der Nachspielzeit Gaëtan Karlen aus sechs Metern zum 2:2 für Xamax ins Netz getroffen. Auf den Tag genau vor einem Jahr war der Walliser letztmals Torschütze gewesen.

Die unglaublichen Parallelen zum Sion-Spiel

Die Partie im Letzigrund vor 9600 Zuschauern erinnerte frappant an das Auswärtsspiel des FCZ eine Woche zuvor in Sion. Nach Toren von Marco Schönbächler und Marcis Oss stand es wie im Wallis 20 Minuten vor dem Ende 1:1, als der FCZ nach einem Handspiel von Igor Djuric – wie im Wallis – einen Penalty zugesprochen erhielt. War es im Tourbillon Benjamin Kololli gewesen, der den Ball an den Aussenpfosten gesetzt hatte, so übernahm diesmal Mimoun Mahi die Verantwortung, weil Kololli verletzt fehlte. Doch wie der Kosovare im Wallis, traf auch der marokkanische Nationalspieler nur die Torumrandung.

Damit aber nicht genug der Duplizitäten: Weil Pietro Di Nardo nach einem dämlichen Foul im Mittelfeld zum zweiten Mal in dieser Saison vom Platz gestellt worden war, durfte der FCZ wie im Wallis die Schlussphase in Überzahl bestreiten, vermochte daraus aber erneut kein Kapital zu schlagen.

Zwar traf «Chancentod» Assan Ceesay nach einer Hereingabe von Mahi 13 Minuten vor Schluss mit einem sehenswerten Volley zum 2:1, aber dann brachten es die Gastgeber wie schon im Wallis fertig, trotz aller Vorteile nicht als Sieger vom Platz zu gehen. In Sion waren sie in Überzahl vom 1:1 in die 1:3-Niederlage gelaufen, jetzt hatten sie einen 2:1-Vorsprung aus der Hand gegeben. «Im Grossen und Ganzen haben wir ordentlich gespielt», sagte FCZ-Trainer Ludovic Magnin. «Doch wir begehen einfach zu viele kleine Fehler und werden immer dafür bestraft.» Sein FCZ hat am Mittwoch im vorgezogenen Heimspiel der 6. Runde gegen den FC St. Gallen die nächste Chance, endlich in die Saison zu finden.

Luzern und Lugano seit drei Spielen ohne Tor

Viel Mühe mit dem Toreschiessen bekundet der FC Luzern. Bei der 0:2-Heimniederlage gegen Thun blieben die Zentralschweizer in der Meisterschaft zum dritten Mal hintereinander ohne Tor. Die Gäste spielten zwar auch nicht gerade grossartig, nützten aber zwei Luzerner Fehler zum Sieg.

Auch der FC Lugano, mit einem 4:0 gegen den FCZ eindrücklich in die Saison gestartet, scheint sein Pulver bereits verschossen zu haben. Wie Luzern gelang den Tessinern zum dritten Mal in Folge kein Tor. Allerdings hätten sie das Spiel gegen Sion gewinnen müssen. Sie trafen zwei Mal den Pfosten, hatten viele Chancen und kassierten vier Minuten vor Schluss durch Itaitinga den entscheidenden Treffer.

Sieg im 100. Spiel für Captain Granit Xhaka

Wie erwartet führte Granit Xhaka den FC Arsenal bei dessen Start in die neue Saison der Premier League als Captain in den St.-James-Park von Newcastle. Der Basler bestritt das 100. Premier-League-Spiel. Für den 1:0-Sieg sorgte Pierre-Emerick Aubameyang.

Was bei Arsenal auffiel: Mit David Luiz (von Chelsea), Dani Ceballos (Real Madrid) und dem 80-Millionen-Euro-Transfer Nicolas Pepé (Lille) sassen drei hochkarätige Neuerwerbungen zu Beginn neben Topspielern wie Alexandre Lacazette und Lucas Torreira auf der Ersatzbank. Pepé und Ceballos kamen im Verlaufe der zweiten Halbzeit zu ihren Premier-League-Debüts. Bei Newcastle spielte Fabian Schäre durch.

Der LASK weiter in guter Form

Zum dritten Sieg im dritten Spiel kam der LASK in der österreichischen Bundesliga. Nach dem 1:0 bei Admira Wacker liegt der Gegner des FC Basel in der Qualifikation zur Champions League mit dem Punktemaximum und ohne Gegentor hinter Salzburg auf Rang 2. Nachdem Trainer Valérien Ismaël bisher kaum rotiert hatte, veränderte er seine Formation im Vergleich zum Spiel in Basel (2:1-Sieg) auf nicht weniger als sechs Positionen; der Erfolg durch ein Tor von Valentino Müller war indes kaum gefährdet.

Seferovic trifft, Benito und Edimilson verlieren

Unglückliche Debüts hatten die Schweizer Nationalspieler Edimilson Fernandes und Loris Benito. Der Walliser verlor mit Mainz im deutschen Cup beim drittklassigen Kaiserslautern 0:2, der Aargauer mit Bordeaux in der französischen Ligue 1 in Angers 1:3. Beide spielten durch. Das tat auch Haris Seferovic beim 5:0 von Benfica gegen Paços Ferreira und erzielte gleich im ersten Spiel sein erstes Saisontor. Wie es sich für einen Torschützenkönig gebührt.

Das Netz wölbt sich: Gaëtan Karlen (am Boden liegend) hat mit einem herrlichen Fallrückzieher gegen den FC Zürich zum 2:2 für Xamax ausgeglichen (Bild: key).

Das Netz wölbt sich: Gaëtan Karlen (am Boden liegend) hat mit einem herrlichen Fallrückzieher gegen den FC Zürich zum 2:2 für Xamax ausgeglichen (Bild: key).

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